Neue Wohnmobil-Stellplätze in Eupen sorgen für Kritik

Am 13. November wurde vom Eupener Stadtrat eine Entscheidung getroffen, die für Aufsehen sorgt. Zumindest bei verschiedenen Ärzten der Stadt. Dabei geht es um den Klinkes-Parkplatz am Kreisverkehr der Vervierserstraße und Herbesthalerstraße. Acht Wohnmobile sollen künftig hier Platz finden.

Auf dem Klinkes-Parkplatz sollen acht Stellplätze für Wohnwagen reserviert werden (Bild: BRF Fernsehen)

Auf dem Klinkes-Parkplatz sollen Stellplätze für Wohnmobile reserviert werden (Bild: BRF Fernsehen)

Der Klinkesparkplatz, im Eupener Volksmund auch als „Pomeco-Parkplatz“ bekannt, befindet sich am Schnittpunkt zwischen Herbesthalerstraße und Vervierserstraße. Der Parkbereich, der für Wohnmobile geschaffen werden soll, befindet sich im hinteren Teil des Klinkes-Parkplatzes.

Acht Stellplätze für Wohnmobile sollen hier entstehen. 30 PKW-Plätze gehen dabei verloren. Eine Entscheidung, die einstimmig vom Stadtrat verabschiedet wurde. Für die Wohnmobile sollen auch Stromanschlüsse und Abwasservorrichtungen installiert werden. Denn momentan ist es so, dass Wohnmobilbesitzer ihre Abwässer einfach ins Gebüsch leiten.

„Es ist wichtig, dass man nah am Stadtzentrum ist – für die Horeca-Betriebe, aber auch für die Einkaufsmöglichkeiten. Diese Wohnmobilfahrer suchen dann natürlich auch die Innenstadt“, erklärt Bauschöffe Michael Scholl.

Patienten-Parkplätze

Die Ärzte der umliegenden Praxen und des St. Nikolaus-Hospital Diagnosezentrums sind alles andere als begeistert.
In ihren Augen gehen Parkplätze verloren, auf die vor allem ihre Patienten prioritären Anspruch haben sollten. „Ich bin gar nicht mit den Argumenten der Politiker einverstanden“, sagt Kinesitherapeutin Anne Fockedey. „Sie sagen, die Plätze in der Ecke des Klinkes-Parkplatzes würden kaum beansprucht. Das stimmt nicht. Sie sind von morgens 9 bis um 17 Uhr nachmittags besetzt.“

Und damit spricht Anne Fockedey nicht nur für sich, sondern auch im Namen einiger ihrer Kollegen, die ebenfalls ihre Praxen dort haben. Sie sind enttäuscht, dass nicht vorab mit den Anwohnern diskutiert wurde. In ihren Augen sollte die Nutzung der Stellplätze für die Wohnmobile zeitlich eingeschränkt werden.

Alternativen

Doch was ist mit anderen alternativen Parkplätzen? „In der Nähe des Klinkes-Parkplatzes befinden sich weitere Parkplätze. Innerhalb von zwei Minuten liegt der City-Parkplatz hinter dem KBC-Gebäude, wo man auch eine direkte Verbindung über den Park hat. Und dann ist noch ein weiterer Parkplatz hinter dem Rathaus vorhanden, der bis zum Friedhof geht. Der wird momentan sehr wenig genutzt“, sagt Scholl. Auch der sei künftig durch den neugestalteten Friedenspark zu Fuß in zwei bis drei Minuten zu erreichen.

Eine weitere Alternative wird der Parkplatz am Königlichen Athenäum bieten. Dort finden momentan Bauarbeiten statt, die laut Plan zum Jahreswechsel beendet sein sollen. Dann stehen auch dort weitere 70 Parkplätze zur Verfügung.

Anfang nächster Woche will sich Bauschöffe Michael Scholl mit Anne Fockedey und verschiedenen Ärzten treffen, um gemeinsam mit ihnen die Sachlage zu besprechen.

js/km

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18 Kommentare
  1. Edgar Graeven

    Hallo zusammen. Wir sind Wohnmobilfahrer und wundern uns wie sie in ihrem Bericht behaupten dass Wohnmobilisten ihre Abwässer einfach ins Gebüsch leiten. Wir versichern Ihnen das wir und alle die wir kennengelernt haben so etwas nicht machen. Wir würden uns freuen woher sie diese Info haben. Mit freundlichen Grüßen Edgar Graeven

  2. Dieter Leonard

    Jedes Wohnmobil besitzt einen Abwassertank für Grauwasser (Wasch- und Spülwasser) und einen Toilettentank. Diese Tanks bieten eine Autonomie für mehrere Tage.
    Es ist sicher wünschenswert, Stellplätze mit Ver- und Entsorgungsstationen auszustatten, wie dies z.B. in den Nachbarländern Frankreich und Deutschland einem Mindeststandard entspricht. Wenn solche Vorrichtungen nicht vorhanden sind, entsorgt ein verantwortungsbewusster Wohnmobilist seine Abwässer nicht im Gebüsch sondern eben bei der nächsten Entsorgungsstation. Entsprechende Wohnmobilführer oder Navi-Apps geben verlässlich Auskunft, wo diese sich befinden. Leider ist Belgien in dieser Hinsicht – z.B. an der Küste – immer noch Entwicklungsland.
    Ein Vorschlag zur Einrichtung solcher Infrastrukturen wurde übrigens im RDG vor über 20 Jahren (!) vom damaligen Tourismusminister vehement abgelehnt.

  3. Dirk Zeemann

    Da sieht man Mal wie wichtig eine Wohnmobilinfrastruktur ist. Selbst wenn man solchen Shithusparolen keinen Glauben schenkt. Die Eupener Verantwortlichen haben lange genug geschlafen. Die Parksituation wird entschärft, wenn die lieben Patienten mal einen € in den Parkscheinautomat stecken würden.

  4. Christian Stadtmüller

    Sie scheinen die Parksituation in diesem Bereich nicht zu kennen.
    Es geht darum, dass dieser Parkplatz jetzt schon hoffnungslos überlastet ist!
    Wie soll das denn funktionnieren, wenn auch noch 20-30 Parkplätze wegfallen ? Hier parken tagsüber frisch operierte Patienten, die zum Krankengymnasten gehen, hochschwangere Frauen, die zum Gynäkologen gehen oder Mütter mit schwerkranken Kindern oder Neugeborenen auf dem Weg zum Kinderarzt. Viele Leute brauchen diesen ortsnahen Parkplatz … für die Wohnmobile gibt es sicherlich einen geeigneteren Standort !

  5. anne fockedey

    Pourquoi au barrage d’Eupen, site touristique, les mobilhomes sont-ils interdits durant la journée?
    – Les hommes politiques ont concédé au concessionnaire du restaurant que ces touristes ne consomment pas au restaurant, et qu’il faut donc laisser les places libres pour les voitures des clients.

    comment expliquer leur opinion différente pour le parking klinkes??? Leur argument étant que ces mobilhomes apporteraient des clients pour les commerces du centre d’Eupen.

    Il me semble qu’ils changent leur discours en fonction des intérêts de leurs amis.
    La piscine ville haute fermera au printemps, il y aura alors là-haut un grand parking peu utilisé, au calme, non loin des bois et à 4 minutes à pied du centre ville!

  6. Isabelle Guissard

    J’accepterais sans problème de mettre 1 euro dans le parcmètre. Ce qui est important pour une personne à mobilité réduite, c’est d’avoir une place à côté du cabinet de kinésithérapie. En effet, le problème, c’est que tout est plein à craquer dans les parkings avoisinant le cabinet. Je n’imagine même pas la situation s’il y a 30 places de parking en moins à proximité du cabinet. Ce n’est pas possible pour une personne à mobilité réduite d’aller se parquer au parking à côté du cimetière car il y a plusieurs centaines de mètres à parcourir avant d’arriver au cabinet de kinésithérapie!

  7. Dieter Leonard

    Sehr gute Argumentation Frau Fockedey!
    Tatsächlich ist es an der Eupener Talsperre einem Wohnmobilfahrer untersagt, tagsüber dort zu parken. Meiner Meinung nach für eine touristische Infrastruktur ein Armutszeugnis. Vielmehr hätte man dort eine begrenzte Zahl – meinetwegen kostenpflichtiger – Stellplätze einrichten können, um zu verhindern, dass zuviele Parkplätze von Wohnmobilfahrern belegt werden.
    Ein Alternative zum Klinkesparkplatz wäre auch der Parkplatz des Heidberg-Klosters, der meist menschenleer und 1 Minute vom Zentrum entfernt ist.

  8. Vanneste Rolande

    Je trouve qu’il est plus important de laisser des places de parking aux patients qui doivent se rendre chez leur médecin et qui ont parfois des problèmes de mobilité.Les places accordées aux mobilhomes vont encore réduire ce parking qui est déjà très encombré.
    A qui donne t-on la priorité : aux touristes ? ou à nos gens d’Eupen qui ont besoin d’aller chez leur médecin.?
    Les propriétaires de miobilhomes ne sont pas de grands consommateurs et le site touristique du barrage l’a bien compris car ils ne désirent plus leur présence.
    Réduire les places de parking au centre-ville va chasser les consommateurs vers la périphérie . Est-ce cela que nos élus souhaitent ?

  9. Cremers Hubert

    Pensez aux personnes âgées qui ont besoin de tiers pour se rendre à la physiothérapie.
    Moi-même j’ai eu parfois des difficultés de parking pour me rendre aux soins.
    Les personnes qui ont achetés des mobilhomes, ne se sont guère souciés pour parker ceux-ci en saison morte (parfois des mois).
    N’est t-il pas plus important de penser aux nombreux malades, qu’aux quelques usagers de mobilhomes.

  10. Thierry Lausberg

    Tout à fait d‘accord avec vous Anne Fockedey …
    il n‘est déjà actuellement pas facile de trouver une place de libre sur le parking de „ Klinkes „ si en plus ils suppriment 20 à 30 parkings , vos clients iront voir ailleurs . Le manque de parkings pour les mobilehomes
    est certainement une nécessité pour Eupen mais il existe assez d’autres possibilités afin de ne pas pénalisé clients, patients , médecins,etc … qui sont dépendant de ce parking de proximité.

  11. André Derome

    Nous habitons Baelen et chaque fois que nous venons à Eupen, c’est un parking privilégié. Surtout pour nous rendre chez la kiné Anne Fockedey. Et comme parking pratique pour éviter le centre-ville.

  12. Laurent Jacquemin

    Comme signalé précédemment par nombres de patients de la kinésithérapie et de la gynécologie voisine, ce parking offre la possibilité de se garer aux abords des cabinets médicaux ce qui n’est pas négligeable quand on sait que la majorité des personnes se rendant aux services de kinésithérapie n’y vont pas pour le plaisir mais bien pour soigner leurs pathologies, il paraît inconcevable de demander à ces mêmes personnes ayant déjà bien trop souvent du mal à se déplacer, de céder leurs places de parkings au profit de touristes avec leurs mobil homes et par la même leurs demander de parcourir une distance bien plus importante qui s’avère déjà actuellement être un calvaire pour les moins mobiles d’entre eux. La piscine et le Colruyt vont fermer, je suis persuadé qu’il y a d’autres solutions, messieurs les „dirigeants“, et qu’au vu de votre „niveau“ d’études vous pouvez faire mieux… A bon entendeur

  13. Fabienne Schmetz

    Autre question que je me pose:
    Combien de jours par année ces 8 places pour mobilhomes seront elles effectivement occupées par les touristes contre 365 jours de facilité pour les habitants d Eupen et environs ( parents, patients, personnes âgées ou a mobilité reduite)?
    Qui a évalué la demande?

  14. Nicole Klinkenberg

    Es ist sicher eine gute Idee einen Platz für Wohnmobile herzurichten, aber ganz sicher nicht auf diesen Parkplatz am Klinkes. Es gibt genug Alternativen.
    Ich schließe mich der Meinung Herrn Stadtmüllers an. Dieser Parkplatz ist für Patienten, Mütter, Schwangere, Behinderte, frisch operierte nicht wegzudenken.
    Ich weiß selber nur zu gut, wie gefüllt dieser Parkplatz täglich ist.
    Es ist nicht vertretbar, sollten hier noch 20-30 Plätze weggenommen werden. Hier zählt wirklich jeder Platz!!!

  15. Joseph Ahn

    Traurig dass man gerade diese Parkplätze ganz in der Nähe von Ärzten, Hospital und kinésithérapeute für Wohnmobile ersetzen möchte! Vor allen Dingen da dort sehr oft Patienten von kiné, Ärzten usw parken, die schon Mobilitätprobleme haben. Da müssen unsere Stadtväter hoffentlich und unbedingt sich einen anderen Parkplatz aussuchen. Vorschläge gibt es ja genug! ZB: Kommentar von Frau Anne Fockedey.

  16. Nadine ROBERT

    Aimant moi-même la nature et les voyages et habitant Membach, je n’aimerais pas du tout me garer à cet endroit exigu avec un mobilhome. Je pense qu’un parking à l’orée de la forêt aux limites de la ville serait bien plus judicieux et plaisant pour les voyageurs. Les endroits sont légion dans notre belle région.
    Par contre, cet endroit proche de la ville et d’un centre de soins est tout à fait indiqué pour les patients, surtout les personnes à mobilité réduite, et pour les personnes qui souhaitent aller à l’hôtel de ville, à la banque, à la police, la librairie, etc… sans devoir encombrer le centre-ville pour s’y garer.

  17. Damien Francois

    Anne, tu as certainement raison. Une autre raison qui me vient à l’esprit: là-haut, au barrage, depuis toujours, il y a des jeunes, et moins jeunes, qui „trainent“. Ils passent ici, rue de Montjoie, à toute berzingue pour aller au parking du barrage. Il faudrait donc certainement des interventions plus régulières de la police. C’est pas la „crème de la crème“ qui passe son temps là-haut. Je n’en veux aucunement aux policiers eux-mêmes (les hommes de terrain font leur boulot), mais à la hierarchie (dont fait partie la politique). Je me suis brûlé en essayant d’attirer l’attention sur le problème de la vitesse ici, rue de Montjoie: on y roule à du 90 sans la zone 30, voire même 140 le soir et la nuit. RIEN n’a été fait. Ne cherche pas trop le bon sens commun ici… Bon séjour là-haut, au Mont Blanc!

  18. Michaela Noori

    Vorschlag: Warum einigt sich die Stadt nicht mit den großen Geschäften der unteren Herbesthaler Str. ? Diese Parkplätze sind nachts immer leer, tagsüber selten ausgelastet und sehr stadtnah gelegen? Unsere Stadt könnte dann z. B. die Versorgungsstationen übernehmen u. pflegen. So haben Horeca Eupen , kleine Läden und die großen Geschäfte, bei denen die Wohnmobile stehen, etwas davon!

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