Braunkohle: Jugendnetzwerk protestiert mit riesigem Banner im Tagebau Hambach

Am Abschlusstag der Weltklimakonferenz in Bonn laufen auch die kreativen Proteste zur Höchstform auf.

JunepA protestiert mit riesigem Banner im Tagebau Hambach (Bild: JunepA)

JunepA protestiert mit riesigem Banner im Tagebau Hambach (Bild: JunepA)

Mit einem knapp hundert Meter langen und mehr als zwei Meter breiten Banner demon­strierten Aktivisten des Jugendnetzwerks für politische Aktionen, JunepA, am Freitagmorgen im Braunkohletagebau Hambach.

An einem symbolträchtigen Ort fordert JunepA mit nachdrücklichem zivilem Ungehorsam die sofortige Einleitung eines konsequenten Ausstiegs aus der Braunkohle.

mitt/rs

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21 Kommentare
  1. Frank Bosch

    „… mit nachdrücklichem zivilem Ungehorsam …“
    Was stand denn drauf ?

  2. Marcel Scholzen eimerscheid

    Diese Leute sind genau so schlimm wie Dschihadisten. Glauben für eine „gute Sache“ zu kämpfen und treten die Rechte anderer mit Füßen. Wahrscheinlich wird es demnächst nicht nur Attente von Islamisten geben sondern auch von fanatischen „Klimaschuetzern“ auf vermeintlich klimaschaedliche Einrichtungen.

  3. Dieter Leonard

    Toller Vergleich Herr Scholzen! Die Fähigkeit zur Differenzierung scheint einigen Kommentatoren gänzlich abhanden gekomnen zu sein.
    Die Diskussionen auf der Weltklimakonferenz haben sie offensichtlich ebenfalls nicht zur Kenntnis genommen. Aber dies verwundert nicht wirklich.

  4. Marcel Scholzen eimerscheid

    Werter Herr Leonard.

    Gewaltbereite Fanatiker gibt es überall. Es ist durchaus möglich, das frustrierte und enttäuschte Klimaschuetzer Attentate verüben, weil sie unzufrieden sind mit den Ergebnissen des Klimagipfels. Woher wollen Sie jetzt schon wissen, das alles friedlich bleibt ?

    Die“Rote Armee Fraktion“ (RAF) hatte sich auch aus der 68er Studentenbewegung entwickelt.

  5. Dieter Leonard

    Wenn sie allen Ernstes behaupten, diese jungen Leute seien genauso schlimm wie Dschihadisten könnte man auch behaupten, dass Klimawandelleugner genauso schlimm sind wie die Leugner des Holocaust. Obwohl …

  6. marcel scholzen eimerscheid

    Bis jetzt sind diese jungen Leute friedlich geblieben. Was die Zukunft bringt, ist schwer zu sagen.

    Am Anfang ist es immer friedlich und je mehr man sich in die Sache reinsteigert, um so schlimmer wird es und dann ist es nicht mehr weit bis zur Gewaltanwendung.

  7. Dieter Leonard

    Alle friedlichen Demonstranten sind potentielle Terroristen …
    Alle Muslime sind potentielle Islamisten …
    Alle katholischen Priester sind potentielle Kinderschänder…
    Alle Klimawandelleugner sind potentielle Geisteskranke …
    … wenn sie sich in die Sache reinsteigern 🤔
    Oder, um es mir den Worten des obersten Klimawandelleugners zu sagen:
    They are all very bad people, really bad.

  8. Guido Scholzen

    ziviler Ungehorsam?? nennen die das ?
    Als Gandhi dies im British-Indien tat, da wusch er eigenhändig Salz beim legendären Salzmarsch. Er wollte zeigen, dass Inder keine Salzsteuer gezahlen mussten ans Empire, um zu leben. Eigentlich ein Steuerboykott.

    Wenn „Klimaaktivisten“ wirklich Kohlestrom boykottieren wollen, dann sollten die sich Stromspeicher in ihre Häuser hängen, um mit ihrer Fotovoltaik unabhängig zu werden. dann brauchen die wirklich keinen Kohlestrom mehr. alles andere ist grüne Propaganda.

    Wenn jemand zivilen Ungehorsam tätigen sollte, dann sind dies die deutschen Stromendverbraucher. Ein deutscher Durchschnittshaushalt zahlt 2017 über 240€ für das Energiewendemonster. Dieser Betrag muss verschwinden, damit endlich die grüne Regulierungswut des Strommarktes ein Ende hat. Angebot und Nachfrage sollte wieder mehr einher gehen.

    Aber solange die staatstreuen Medien die öko-Märchen verbreiten, dass grüner Strom auf Dauer billiger und grundlastfähig sein könnte,…

    Napoleon hatte recht:“Revolutionen werden nicht im Kopf, sondern in einem leeren Bauch gemacht“.
    Die „wahre Energiewende“ findet nur in grünen Köpfen statt…..

  9. Jean-Pierre DRESCHER

    Herr Leonard, in der letzten Woche haben selbsternannte angebliche „Klimaschützer“ ein ganzes Kohlekraftwerk in Deutschland zum Blackout gebracht bzw. die meisten Blöcke durch Blockieren der Förderbänder gewaltsam zum Stoppen gebracht.

    Das ist nicht nur Hausfridensbruch und schwere Sachbeschädigung, sondern schlimmster Terrorismus mit dem Ziel oder dem billigenden Risiko, das nationale bzw. sogar das europäische Stromnetz zum Kollaps zu bringen.

    Hier hört die klimakritische Dikussion auf. Ich bin selber empört was sich aktuell wieder Belgien alles erlaubt mit neuen Hochöfen und uralten Kohleheizungen, doch das hier ist ein Gewaltverbrechen, was mit keiner Streitkultur mehr etwas zu tun hat.

    Absolut indiskutabel zudem dass man Jugendliche und Kinder mißbraucht gegen einen Industriezweig, der im u.a. zuletzt von den Massenentlassungen bei Siemens mehr als gebeutelten Deutschland viele tausend Arbeitsplätze gerettet hat bevor das Merkel-Regime nach dem überhassteten Atomausstieg nun vollkommen überhasstet alle Kohlekraftwerke am liebsten sofort ganz schnell abreißen würde. Aber den Schwerlastverkehr noch viel stärker subventioniert.

  10. marcel scholzen eimerscheid

    Ich bin ja auch froh, dass man sich in Bonn geeinigt hat. Nur ist Klimaschutz kein Grund, gewalttätig zu werden und gegen Gesetze zu verstoßen. Gewalt ist kontraproduktiv.

    Hier werden junge Leute aufgehetzt, genau wie bei Hitler. Pure Verantwortungslosigkeit.

  11. Dieter Leonard

    Zuerst waren die Jugendlichen genauso schlimm wie Dschihadisten und mittlerweile jetzt sind wir bei Hitler angelangt. Schlimmster Terrorismus ist das meint Herr Drescher in seiner gewohnt objektiven und sachlichen Sichtweise ! Warum ?
    Weil Jugendliche ein Banner ausgerollt haben und zum zivilen Ungehorsam aufrufen.
    Aha, die „Kinder“ wurden „missbraucht“. Unmöglich, also, dass Jugendliche sich ihre eigene Meinung bilden können.
    Wahrscheinlich wurden die Herrn Drescher und Scholzen auch als Kinder von bösen Klimaschützern „missbraucht“, um als erwachsene Menschen jegliche Verhältnismäßigkeit in ihrer Betrachtungsweise und ihren Aussagen vermissen zu lassen.

  12. Alexander Hezel

    Bevor unsere Klima“skeptiker“ noch den totalen Stromkollaps kriegen vor lauter Terrorismus, lade ich sie dazu ein, beim nächsten Barbecue im Sommer, den Kopf über den Grill zu halten und einen tiefen Lungenzug „sauberer“ Kohleluft zu nehmen, bevor sie sich in ihrem Ferienhäuschen in Tschernobyl ausruhen, um sich dort dank der so „sicheren“ und „verlässlichen“ Energie von Kernkraftwerken „strahlender“ Gesundheit zu erfreuen.

  13. Jean-Pierre DRESCHER

    So schlimm es auch sein möge – ich kann mich selbstverständlich mit populistischem „alles super hier, Hip- Hipp EU, Hipp-Hipp grüß den Führer …“ überall einschleimen für das System, nur damit jeder bloß nicht sich aufregt sondern alle sagen, „boah Drescher, super, einer der keine unbequemen Labereien verzählt“.

    Sicher könnte ich diesen bequemen Weg einschlagen, Herr Leonard. Das würd mir manchen Gegenwind ersparen. Ich könnte genauso gut einfach sagen „mir doch alles sch*** egal, Hauptsache mir gehts gut, was interessiert uns der Rest der Welt“.

    Andere haben Angst ihre Meinung zu sagen im angeblich so freien Westen Europas, der nichts besseres zu tun hat als z.B. die ach so „böhsen Russen“ und den Kommunismus zu belehren.

    Ich kann damit leben dass man mit Widersachern rechnen muss, wenn man das schreibt was man denkt. Ich verurteile Sie nicht, Herr Leonard. Schreiben Sie was Sie denken, aber lasst uns zusammen konstruktiv debattieren, für unsere DG!

  14. Dieter Leonard

    Es lässt sich nur konstruktiv und sachlich diskuttieren Herr Drescher, wenn man in seine Argumentation ein Mindestmaß an korrekten Fakten und verhältnismäßigen Aussagen und Bewertung einfließen lässt.
    Leider enthalten ihre Kommentare oftmals falsche Fakten und maßlose Übertreibungen. Dies sollte nicht unbeantwortet bleiben, da wir uns hier nicht an der Theke in einer Dorfkneipe befinden (obwohl manchmal der Eindruck entstehen könnte) sondern in einem öffentlichen Kommentarforum eines öffentlich-rechtlichen Rundfunksenders.

  15. Marcel Scholzen eimerscheid

    Werter Herr Leonard. Wenn man junge Leute motiviert, fremdes Eigentum und Gesetze zu missachten, dann ist das pure Verantwortungslosigkeit. Und ziviler Ungehorsam ist genau so schlimm wie jede andere Gesetzesverstoss. Die hier Beteiligten Erwachsenen haben in ihrer Vorbildfunktion vollkommen versagt.

    Es gibt andere Mittel und Wege, um junge Menschen für ein Thema zu sensibilisieren, die legal und besser sind.

    Werter Herr Hezel.
    Ich kann Ihre Argumentation nicht nachvollziehen. In einem Kohlekraftwerk wird keine Holzkohle verfeuert wie bei einem handelsüblichen Holzkohlengrill. Hier vergleichen Sie Äpfel mit Birnen. 😋

  16. Alexander Hezel

    Herr Scholzen, ob sie ihren Kopf über den Hausgrill mit Holzkohle oder über den Schornstein eines Kohlekraftwerks (Braunkohle/Steinkohle) halten, das Ergebnis ist das gleiche: es wird ihnen dabei wahrscheinlich nicht gut ergehen… 😉 Kohle bleibt eben Kohle. Also doch nur Äpfel.

  17. Dieter Leonard

    Werter Herr Scholzen,
    sie vergleichen junge engagierte Menschen, die sich für die Umwelt einsetzen und gegen eine völlig anachronistische Braunkohleverbrennung mit friedlichen Mitteln und dem Ausrollen eines Banners protestieren mit Dschihadisten. Sie sollten sich dafür schämen.
    Gesellschaftliche Veränderungen und der Fortschritt sind in der Geschichte meist gegen Obrigkeiten und Herrschende und nach Protesten der Zivilbevölkerung durchgesetzt worden.
    Statt Jugendliche zu stigmatisieren, sollten wir froh sein, dass es junge Menschen gibt, die sich engagieren.

  18. Mario Meis

    Wer fremdes Gelände betritt, ohne das er eingeladen ist,begeht eine Straftat und ist somit ein Krimineller!PUNKT!
    Egal, wie das Motiv ist!

  19. Marcel Scholzen eimerscheid

    Werter Herr Leonard. Mich stört es, dass man junge Menschen motiviert, ohne Erlaubnis fremdes Eigentum zu betreten und politischen Indoktrination unterwirft. Egal welche vermeintlich edlen Ziele dahinter stecken. Wenn Sie sowas für richtig halten, müssten Sie auch Banküberfaelle befürworten, die zur Finanzierung solcher Aktionen dienen. Wie ist Ihre Meinung dazu ?

  20. Dieter Leonard

    Bevor sie weiter intellektuell völlig abwegige Vergleiche anstellen, sollten sie sich einmal mit dem Begriff des „zivilen Ungehorsams“ beschäftigen, der per Definition „eine Form politischer Partizipation darstellt, dessen Wurzeln bis in die Antike zurück reichen“.
    Setzen sie sich mit Gandhi, Martin Luther King, Greenpeace, Amnesty International, … auseinander.
    Da sie ihrem Dschihadisten-Vergleich jedoch noch eine Banküberfall-Allegorie oben drauf setzen, darf ich dies wohl nicht von ihnen erwarten.

  21. Marcel Scholzen eimerscheid

    Werter Herr Leonard. Ziviler Ungehorsam ist die Reaktion auf eine Unterdrückung. Die von Ihnen genannten Personen haben gegen Unterdrückung gekämpft. Gandhi für die indische Unabhängigkeit, Martin Luther King für die rechtliche Gleichstellung der Afroamerikaner. Dann erklären Sie mir doch bitte, gegen welche Unterdrückung hier gekämpft wird ? Meines Wissens nach ist Deutschland eine Demokratie.

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