Stadtrat Eupen: Ausschreibung für Wetzlarbad-Betreiber beschlossen

Die Stadt Eupen kann jetzt die Suche nach einem Betreiber für das neue Wetzlarbad in Angriff nehmen. Die Ausschreibung erfolgt europaweit. Der Rat der Stadt stimmte einem detaillierten Lastenheft zum Betrieb des sogenannten "Kombibads" zu. Die Opposition enthielt sich bei der Abstimmung über die Vertragsklauseln.

Einhellig begrüßt wurde aber die Ankündigung, dass die Anlage im Frühjahr fertiggestellt sein soll. Demnach wird noch vor Mitte 2018 mit einem Start des Badebetriebes gerechnet.

Der Countdown läuft. Ab heute, wie Bürgermeister Klinkenberg in der Sitzung am Montagabend betonte. Die aufgestellten Bedingungen für den künftigen Betreiber wurden einhellig begrüßt. Bei Enthaltung der CSP-Opposition.

Ein klares Nein setzte sie der vorgeschlagenen Festlegung des Zuschlags auf die Einkommenssteuer in Höhe von 8 Prozent entgegen. Ebenso der Indexierung der Müllsteuer.

Opposition kritisiert Parkneugestaltung

Die Neugestaltung des Friedensparks fand bei der Opposition unter Anspielung auf die polizeibegleitete Baumfällaktion vom Mai 2016 keine Gnade. Den Vorwurf der teuren Flickschusterei ließ die Ecolo-Schöffin Claudia Niessen aber nicht gelten. Die Maßnahme sei doch gerade das beste Beispiel für ein grünes Gesamtkonzept, das vom Friedenspark bis sogar nach Kettenis reiche.

Der Verkauf der ehemaligen Mädchenschule an die DG, die Anlage eines Stellplatzes für Wohnmobile auf dem Parkplatz Klinkes, die Ausleuchtung der Werthkapelle sowie die Auflösung des Erbpachtvertrags mir der in Liquidation befindlichen VoE „Die Raupe“ erfolgte einstimmig. In das Energiemusterhaus am Schlachthof soll übrigens der Jugendtreff X-Dream einziehen.

Friedhofsbewirtschaftung im Wandel

Die Bewirtschaftung des Friedhofes stellt auch die Stadt Eupen vor Probleme. Unter Hinweis auf den Wandel der Bestattungskultur und der rasant steigenden Zahl von Feuerbestattungen traf Martin Orban für die CSP die Feststellung, dass die Zahl der aufgegebenen und nicht mehr unterhaltenen Grabstätten immer mehr zunimmt. Der zuständige Schöffe, Michael Scholl (PFF), gab daraufhin die Zahl der aufgegebenen Gräber mit 452 an. Diese sollen künftig anstelle von Hackschnitzel mit grauem Kies aufgefüllt werden.

Als weitere Maßnahmen will die Stadt Eupen Familiengräber zur Anlage einer größeren Urnengrabstätte zusammenfassen. Durch die Aufstellung einer Parkbank auf einer aufgegebenen Grabstätte sei inzwischen auch eine Ruhezone entstanden. Der Friedhof in Eupen zeichnet sich durch eine große Anzahl bemerkenswerter oder sogar denkmalwerter Grabmale aller Stilrichtungen der letzten drei Jahrhunderte aus.

Ärger um Müllsäcke

Die Aufforderung der Stadt Eupen, die Müllsäcke frühestens ab 20:00 Uhr des Vorabends heruszustellen, ist in den Augen von Kattrin Jadin „ein Unding.“ Die PFF-Stadtverordnete warf mit Rücksicht auf Selbständige oder Mitarbeiter von Geschäften, die meistens um 18 Uhr Feierabend machen wollten, die Frage nach einer Anpassung auf. Der zuständige Schöffe Arthur Genten (Ecolo) will die Angelegenheit noch einmal im Gemeindekollegium beraten.

Er gab aber bereits zu bedenken, dass eine zeitliche Vorverlegung der 20 Uhr-Regel im Sommer die Attraktivität des Stadtzentrums aufgrund von möglichen Geruchsbelästigungen belasten würde. Die aktuelle Mitteilung sei vor allem erfolgt, weil in vielen Straßen bereits vor dem Wochenende die grünen Säcke die Bürgersteige beherrschten. Ein jeder Bürger müsse zu einer „sauberen Stadt“ beitragen, so der Schöffe.

Verzug bei Überwachungskameras

Bei der Aufstellung von Überwachungskameras an drei Standorten ist die Stadt Eupen rund ein Jahr in Verzug. Darauf hat der Stadtverordnete Hubert Streicher (CSP) hingewiesen. Bürgermeister Klinkenberg (PFF) macht dafür den Einspruch einer Eigentümergemeinschaft verantwortlich. Für den Standort Klötzerbahn werde demnächst das Resultat einer Eigentümerbefragung durch die Polizei erwartet.

In Eupen müssten alle betroffenen Gebäudeeigetümer, die von der Montage einer Kamera betroffen sind, einwilligen. Bürgermeister Klinkenberg bestätigte, dass als Standorte weiterhin Klötzerbahn, Werthplatz und Bergstraße in Frage kommen.

Eupen Plaza: Eigentümer bleibt bei Teilabriss

Der Eigentümer des Eupen Plaza hält an seinen Plänen fest, einen Teil des Einkaufszentrums abzureißen und den entstehenden Freiraum in hochwertige Wohnungen umzuwandeln. Wie die Erste Schöffin, Claudia Niessen (Ecolo), auf eine Interpellation des CSP-Stadtverordneten Fabrice Paulus hin erklärte, sind angebliche Gespräche zwischen dem Eigentümer des Shoppingcenters und einem möglichen Investor aus Malmedy ergebnislos verlaufen.

Paulus hatte in seiner Interpellation vor einer „Immobilienblase“ in Eupen gewarnt und für ein multifunktionelles Zentrum zur Belebung der Innenstadt geworben. Niessen widersprach dabei der Behauptung, dass zahlreiche Immobilienvorhaben in Eupen ins Stocken geraten seien.

Rudolf Kremer

Ein Kommentar
  1. Paul Renardy

    Hallo. Es geht mir nur und einen Punkt. Wenn man die Grünen Müllsäcke ab Montag Nachmittag 15 o. 16 Uhr vor der Türe stellt, gibt es bestimmt nicht zu viel Geruch, und die ältere Generation oder Menschen mit Behinderung die auf Hilfe angewiesen sind werden dann auch noch geholfen! Gruß