Mollers: Nationalhymne hat einen Platz in der Schule

Die Frage der Identitätsbildung sollte in den allgemeinen Kontext der politischen Bildung gesetzt werden, sagt Minister Harald Mollers. In den kommenden Jahren soll die politische Bildung in den Grund- und Sekundarschulen ausgebaut werden.

Belgienflagge

Illustrationsbild: Maxime Anciaux/Belga

Zum Aspekt der Nationalhymne in der Schule erklärte Minister Mollers auf eine Frage aus der PFF-Fraktion, dass historische Lieder wie die Nationalhymne im Themenfeld „Musik machen mit Stimme und Klangmaterialie“ aufgenommen sei, ebenso in den Rahmenplänen für Geschichte und Geografie.

In einigen Primarschulen sei es durchaus Usus, die „Brabançonne“ zu erlernen und zu singen. In Bütgenbach studierten alljährlich die Primarschüler aller Klassen im Hinblick auf die Kriegerdenkmalbegehung vom 11. November die Nationalhymne ein – in deutscher, aber auch in französischer und niederländischer Sprache.

Gelegentlich werde auch in der Musikakademie die belgische Hymne für besondere Auftritte und Anlässe eingeübt. Auch bei Diplomverleihungen und Abschlussfeiern verschiedener Schulen werde gelegentlich die Nationalhymne gespielt oder gesungen.

mitt/fs

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8 Kommentare
  1. Jean-Pierre DRESCHER

    Ganz bestimmt wird man ab jetzt auch Lieder in deutscher Sprache singen in jeder wallonischen Schule an vom Kindergarten bis zum Abitur weil wir bekanntlich ein dreisprachiges Land sind. Die Erklärung unserer Identität als Deutschsprachige Bevölkerung selbstverständlich mit eingeschlossen.

    Oder habe ich den Deal mit den Föderalpolitikern falsch verstanden?

  2. Peter Schallenberg

    Natürlich hat die Brabançonne einen Platz in der Schule! Und nicht nur da! Und zwar in allen drei offiziellen Landessprachen! Ich habe alle drei Versionen gelernt und singe die eine so lieb wie die andere.

    Es geht die Mär von einer „dreisprachigen Version“ und wenn es diese noch nicht geben sollte, so muss man schleunigst eine erfinden.

  3. Marcel Scholzen eimerscheid

    Wesentlich wichtiger als das Singen der Nationalhymne wäre die Einführung von Schuluniformen, um die sozialen Unterschiede ein wenig zu kaschieren und die Gleichheit der Schüler zu betonen.

  4. Norbert Schleck

    Schuluniform, warum nicht?

    Aber dann nur in Verbindung mit morgendlichem Fahnengruß und Absingen der Europahymne, der Nationalhymne, des „Chant Wallon auf Wallonisch („deutschsprachige Wallonen“!) und der ostbelgischen Hymne (Vrouw Voell: „DG wird jetzt Ostbelgien“, abzurufen auf Youtube).

  5. Ernst Mathieu

    Das Kriegerdenkmal in Bütgenbach wurde zum Gedenken der gefallenen Soldaten aus dem Ort errichtet. Diese Soldaten mussten in preusischen oder deutschen Uniformen sterben. Mir ist unverständlich, daß jetzt Kinder vor diesem Denkmal die Brabaconne singen müssen. Besser wäre es doch den Kindern vor diesem Denkmal den Wahnsinn des Krieges und der Überheblichkeit des Nationalismuses zu erklären. Da noch viele Familiennachkommen der Kriegsopfer im Dorf wohnen und leben, wären Gespräche zwischen den Angehörigen und den Schulkindern das bessere Gedenken an alle Kriegsopfer.

  6. Jean-Pierre DRESCHER

    „Ostbelgië, dat jibt mich mut“ von Vrouw Voell gehört als Aufklärungsvideo zum Nachreflektieren in jede anständige Schule der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

  7. Karl-Heinz Braun

    Wenn etwas in der Schule gesungen werden sollte, dann bitte „Imagine“ von John Lennon.

  8. Ramscheid Bernard

    Oder „Ein bisschen Frieden“. Das hört sich doch viel besser an als gleich welche Nationalhymne. Diese Nationalhymnen stammen doch aus einer anderen Zeit und sind heute obsolet.

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