ÖSHZ-Tagung zur beruflichen Integration in Eupen

Integration in den Arbeitsmarkt - das war am Dienstag das Thema bei einer Tagung der deutschsprachigen Sozialhilfezentren. Die Öffentlichen Sozialhilfezentren hatten zu diesem Anlass Betroffene eingeladen, um über ihre Erfahrung mit beruflicher Eingliederung zu sprechen.

Tagung der ÖSHZ zur beruflichen Integration im Europasaal des Ministeriums (17.10.)

Nicht nur Geldgeber, sondern auch Vermittler und Berater sind die öffentliche Sozialhilfezentren. Eines ihrer Kernfunktionen ist die berufliche Integration. Im Mittelpunkt der Eingliederung stehen die 60-7 Verträge. „Die Sozialhilfezentren haben die Möglichkeit, Arbeitslose, die nicht vom Arbeitsamt betreut und begleitet werden, sondern Eingliederungseinkommen erhalten, in einen Beschäftigungsvertrag zu nehmen und dann mit Firmen einen Vertrag zu schließen, damit die Mitarbeiter bei diesen Firmen arbeiten dürfen“, erklärt Ulrich Deller, Präsident des ÖSHZ Raeren.

Dieses System zu thematisieren, ist von aktueller Bedeutung, wie Deller verdeutlicht – vor allem in Hinblick auf zwei Aspekte, nämlich „den Aspekt der veränderten Zuständigkeiten für die Beschäftigungpolitik einerseits und andererseits der großen Zunahme von jungen Erwachsenen im Eingliederungseinkommen. Die Sozialhilfezentren müssen sich da mit den sozial-beruflichen Eingliederungsdiensten neu aufstellen.“

Dass die Idee der beruflichen Integration aufgehen kann, schließt Deller aus der beispielhaften Erfahrung einer zufriedenen Dienstnehmerin. „Das, was Sie raushören, ist eine große Dankbarkeit, gut begleitet worden zu sein und über die Begleitung und Arbeit mit einem 60-7-Vertrag in eine feste Stelle übernommen worden zu sein.“

Ein wünschenswertes Szenario, aber leider sei der Weg in den Arbeitsmarkt nicht immer gerade und ohne Hindernisse. Daher gelte es, die berufliche Integration mithilfe der Tagung weiter zu überarbeiten. „Ich bin sehr interessiert daran, neue Ideen und Hinweise zu bekommen. Deshalb haben wir so viele unterschiedliche Betroffene, Politiker und Fachleute hier, um zu hören, was das System weiter entwickeln kann. Das zweite, was ich mir erhoffe, ist, dass dieses Thema und diese Möglichkeiten viel stärker in der Bevölkerung bekannt werden, weil man dann sehen kann, wie wichtig das ist. Und vielleicht finden wir dann viel mehr Arbeitsplätze für unsere Klienten, als wir sie jetzt haben“, so Deller.

Ulrich Deller, Präsident des ÖSHZ Raeren

Ulrich Deller, Präsident des ÖSHZ Raeren

rs/mg - Bilder: Raffaela Schaus/BRF

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3 Kommentare
  1. Ronny Ramscheidt

    Was bitte soll das??? Als ich mal eure Hilfe beantragen musste, konntet ihr „angeblich“ nichts tun.

    Ich habe mir eine OP nicht gewählt….Im Gegensatz zu vielen Immigranten…

    Dabei geht es nicht gegen die Immigranten, sondern um das blöde Gerede das immer politisch orientiert ist….

  2. Wotschke Anja

    und was bringen diese Artikel 60 Verträgen denn ? jedenfalls für Personen über 35 und noch mehr nichts – denn ich hab unter solch einem Vertrag gearbeitet und was hab ich davon ? ja ein bisschen Erfahrung im Sperrgutsortiernen wow aber für eine Anstellung anderweitig ists ohne nutzen und besonders viele Betriebe die das anbieten, geben jungen Leuten eher eine Chance für eine gewisse Anzahl Jahre „fest eingestellt“ zu werden, aber Ältere die haben allgemein das Nachsehen.

  3. Jean-Pierre DRESCHER

    Wir sitzen alle im selbern Boot, egal ob Immis oder Alteingesessene. Lassen wir uns in unserer schönen DG nicht von den föderalen Ha**politikern unsere menschlich vorbildliche Gesellschaft spalten in „Ausländer“ und „Belgier“.

    Wir können vieles machen um Veränderung zu bewirken. Die PTB-Go bei den Föderalewahlen nächstes Jahr kann jeder wählen, wir können unseren MP und unsere Schöffen anschreiben, wenn wir das Gefühl haben, dass etwas reflektiert werden muss. Wir können dem Premier vom MR und dem N-VA über Internetpetitionen klarmachen, was wir von denen halten. Wir können uns ehrenamtlich engagieren in Altenheimen, Schulen, im Tierheim, in Flüchtlingsunterkünften, in christlichen Organisationen.

    Jeder der gesundheitlich bedingt nichts auf dem normalen Arbeitsmarkt finden wird ist genau wie jeder der mit seiner Pension oder nach einer OP nicht die Lebenshaltungskosten bestreiten kann, generell berechtigt zu einem Wiedereingliederungseinkommen vom ÖSHZ.

    Herr Ramscheidt, wenn Sie ungerecht behandelt wurden, schreiben Sie unbedingt Ihrem Schöffen oder Herrn Pasch!

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