Angst vor Atomunfall in Tihange: Verteilung von Jodtabletten in Aachener Region gestartet

In Aachen, der Städteregion Aachen und den Kreisen Düren, Heinsberg und Euskirchen hat am Freitag die Verteilung von hochdosierten Jodtabletten begonnen.

Die deutschlandweit erstmalige Aktion soll 600.000 Menschen vor Schilddrüsenkrebs schützen, falls es zu einer Atomkatastrophe im Kernkraftwerk Tihange kommt.

Für die kostenlose und vorsorgliche Verteilung der Jodtabletten haben Ärzte, eine Bürgerbewegung und auch Politiker in der Aachener Region lange gekämpft. Für 600.000 Bürger gibt es von diesem Freitag an kostenfreie Jodtabletten. Denn nur Menschen bis 45, Schwangere und stillende Mütter erhalten die Tabletten.

Wer älter als 45 Jahre ist, soll die Tabletten nach Angabe der Strahlenschutzkommission nicht einnehmen: Für sie wird das Risiko der Nebenwirkungen höher eingeschätzt als das Risiko, nach einem Reaktorunfall an Schilddrüsenkrebs zu erkranken.

dpa/wdr/rs

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150