Wereth gedenkt getöteter afroamerikanischer Soldaten

Am US-Memorial in Wereth ist am Samstag im Beisein von zahlreichen hiesigen und amerikanischen Gästen der elf afroamerikanischen US-Soldaten gedacht worden, die dort am 17. Dezember 1944 während der Ardennenoffensive von der SS massakriert wurden.

Kurz vor ihrem Tod hatten die Soldaten Unterschlupf bei Familie Langer gefunden. Die Gewalttat verfolgte den damals 12-jährigen und inzwischen verstorbenen Sohn der Familie, Hermann Langer, sein ganzes Leben lang. Viele Jahre nach dem Massaker errichtete er einen Gedenkstein.

Ranghohe US-Offiziere, Kriegsveteranen, Studenten des Morehouse-College in Atlanta sind am Wochenende zum Denkmal „Wereth 11“ gekommen, um der Opfer zu gedenken.

Inzwischen ist das Memorial das einzige Denkmal in Europa für afroamerikanische Soldaten, die im zweiten Weltkrieg gekämpft haben. Patrick und Silvia Langer, die Kinder von Herman Langer, führen das Lebenswerk ihres Vaters fort: „Es war ein sehr bewegendes Gefühl. Schade, dass mein Vater das nicht mehr erleben konnte“, sagte Patrick Langer im BRF. „Wir wollen das weiterführen, weil es meinem Vater sehr am Herzen lag“, fügt Silvia Langer hinzu. „Es hat ihn immer sehr mitgenommen, bis zu dem Tag, an dem er beschlossen hat, ein Denkmal zu setzen, um das zu verarbeiten.“

„Jedes Jahr kommen wir hierher und gedenken der elf Getöteten und aller gefallenen afroamerikanischen Soldaten im Zweiten Weltkrieg“, erklärt Solange Dekeyser, die Vorsitzende des Memorial-Komitees und jedes Jahr kommen mehr Menschen, um sich an der Zeremonie zu beteiligen.

cd/okr - Bild: Chantal Delhez/BRF

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