Dear Hunter Workshop im Ikob

Sie erinnern sich an den Container auf dem Eupener Werthplatz? Dort nahmen zwei Künstler den Platz unter die Lupe, um Vorschläge zu machen, diesen Platz aufzuwerten. Am Sonntag und am Montag wird das Künstlerduo "Dear Hunter" im IKOB ihre Ergebnisse vorstellen. Aber bis dahin gibt es die Möglichkeit, sich näher mit der Arbeit und den Vorstellungen der beiden zu beschäftigen, im Rahmen von Workshops.

Dear Hunter: Marlies Vermeulen und Remy Kroese

Dear Hunter: Marlies Vermeulen und Remy Kroese

Das IKOB in Eupen stellt immer wieder verschiedene Künstler aus. Dem interessierten Auge bieten die Ausstellungen in Eupen einiges. Derzeitig finden dort nicht nur die Kunstwerke ihr Zuhause, sondern auch das Künstlerduo „Dear Hunter“. Marlies Vermeulen und Remy Kroese sind die Köpfe, die sich hinter dem Künstlernamen „Dear Hunter“ verstecken.

Gemeinsam durchqueren sie die Euregio für eines ihrer Kunstprojekte. Ziel des Projektes ist es durch acht verschiedene Orte zu gelangen, und jeden jeweils drei Monate lang aus dem Wohncontainer zu analysieren. Die Arbeit des Künstlerduos während der drei monatigen Beobachtungszeit ist sehr komplex.

„Dear Hunter versuchen mit ihrem Projekt die Euregio erfahrbar und erlebbar zu machen“, erklärt Frank-Thorsten Moll, Direktor des Ikob in Eupen. „Was sie machen ist eine direkte Beobachtung der Orte, zu denen sie eingeladen werden. Also, dass sie in ihrem Wohncontainer an diesem Ort leben.“

Eupen war der sechste von acht Orten. Hier wurde der Werthplatz unter die Lupe genommen. Bei einer Aufwertung stünden dann Entscheidungshilfen zur Verfügung. Die Arbeit von Remy Kroese wäre dann zu Ende. „Den eigentlichen Umbau würde ein Architekt übernehmen, da dieser alle notwendigen Informationen des Platzes hat. Der hat die technischen Daten, die Morphologie eines Ortes. Unser Beitrag ist die Belebung des Ortes selbst“, erklärt Remy Kroese von Dear Hunter.

Wer sich dafür interessiert und gerne eine große Euregio-Karte mitgestalten will, der kann täglich bis zum 5. März zwischen 13 und 18 im IKOB an den kostenlosen Workshops teilnehmen. Am Sonntag und Montag werden zudem die Ergebnisse präsentiert, sodass sich jeder Eupener ein Bild machen kann.

Wem das nicht genügt, der kann das Buch „Dear Eupen“ von den Künstlern als Erinnerung erhalten. Alle Zeichnungen, Skizzen und Texte ermöglichen es, den Eupener Werthplatz durch die Augen der Kunst zu entdecken.

Alina Schreiber - Bild: BRF