Tihange und die Bergwerksvergangenheit im Lontzener Gemeinderat

Der Gemeinderat von Lontzen hat die letzte Lücke geschlossen, um die Erinnerung an die Bergwerksvergangenheit nicht verblassen zu lassen. Außerdem fordert die Kommune den Föderalstaat auf, die Haftung für atomare Unfälle zu übernehmen.

Seit rund zehn Jahren arbeitet die Gemeinde an diesem Ziel. Sie legte Biotope und Galmeiwiesen etwa auf Rabotrath an. Sie stattete den Lindenplatz mit einer Lore aus und will diesen pädagogischen Aspekt noch kindgerecht verstärken.

Der Anlass: Umicore, der Rechtsnachfolger der Vieille Montagne, sponsort den Ankauf eines Grundstücks, wo es einen früheren Eingangsschacht gibt. Es liegt an der Gemeindegrenze zwischen Lontzen und Kelmis, wo das frühere Direktionsgebäude wiederbelebt wird. Projekte, die sich einreihen in die dreifachen Ziele der Göhltalroute: touristisch, ökologisch und industriehistorisch.

Gemeindeschule wird aufgerüstet

In Herbesthal werden im ehemaligen „Haus Roberts“ Räumlichkeiten für die außerschulische Betreuung für bis zu 60 Kinder hergerichtet. An der Gemeindeschule wird auch ein Fluchtweg in Form einer Treppe angelegt, eine Rutsche fand nicht die Zustimmung des Feuerwehrkommandanten. In der sogenannten „Alten Schule“ wird der Toilettentrakt erneuert. Geprüft wird auch eine umfassende Gebäuderenovierung.

Tihange: Haftung gefordert

Der Lontzener Gemeinderat schloss sich auch der PDG-Resolution zu Tihange an, mit zwei zusätzlichen Punkten: weil kein Versicherer für ein AKW Haftung übernimmt, sollte der Föderalstaat dies tun. Zudem weist der Rat auf das Problem des atomaren Abfalls hin.

Großes Konstrukt für wenig Geld?

So lautet eine kritische Frage zum „Territorialen Entwicklungsschema und Mobilitätsplan für die Provinz“. 84 Kommunen mit rund einer Million Einwohner umfasst dieses Schema. 2014 wurde es aufgelegt, 2017 soll es konkreter werden. Einhellig war man der Ansicht: Noch ist es eine leere Hülle, es gelte die Suche nach Inhalten zu beobachten, auch, damit die DG-Gemeinden bei diesen gemeindeübergreifenden Zielen entsprechende Berücksichtigung finden.

Frederik Schunck - Bild: BRF

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