Messerstecherei in Eupen: Kein Haftbefehl gegen Tatverdächtigen

Der Tatverdächtige der Messerstecherei am Mittwochabend in Eupen ist am Donnerstag der Untersuchungsrichterin vorgeführt worden. Der 33-jährige Belgier mit türkischen Wurzeln bleibt auf freiem Fuß, da die Kriterien von Verdunklungs-, Flucht- oder Rückfallgefahr nicht gegeben seien und durch nicht näher bezeichnete Auflagen abgesichert würden.

Das erklärte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag.

In die Ermittlungen fließt auch der Umstand ein, dass das 44-jährige Opfer, auch ein Belgo-Türke, durch seine verbale Aggression den Streit verursachte.

Die beiden Männer wohnen in Eupen. In der Vergangenheit gab es schon einen Fall von Körperverletzung bei einem Streit der beiden Beteiligten. 2015 hat die Staatsanwaltschaft bereits eine Akte behandelt, in der die beiden in einen Fall von Körperverletzung verwickelt waren.

Während der Auseinandersetzung in der Fritüre ging der 33-Jährige mit einem Messer auf den anderen los. Woher das Messer stammt und ob der Angreifer es schon bei sich hatte, ist nicht bekannt. Die Person, die angegriffen worden war, wurde verletzt und später ins Aachener Klinikum eingeliefert.

Zwei unbeteiligte Personen, die sich in der Fritüre aufhielten und eingreifen wollten, erlitten ebenfalls leichte Verletzungen. Dabei handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um den Betreiber der Fritüre und einen Lieferanten.

Auch der Angreifer wurde verwundet. Er wurde nach einer kurzen Behandlung im Eupener Krankenhaus festgenommen. Er wird am Donnerstag der Untersuchungsrichterin vorgeführt, die darüber entscheiden muss, ob Haftbefehl erlassen wird.

Im BRF-Interview erklärt Andrea Tilgenkamp den Tathergang:

„Gestern im späten Nachmittag gegen 17:00 Uhr ist eine Person in die Fritüre in der Eupener Unterstadt reingegangen und hat dort eine dort anwesende Personen verbal angegriffen.

Im Rahmen dieser verbalen Streitigkeit hat dann die angegriffene Person plötzlich ein Messer in der Hand gehabt und damit auf den Angreifer eingestochen. Es sind dann zwei unbeteiligte Personen dazwischen gegangen, um die beiden Streithähne zu trennen. Dabei wurden diese Personen leicht verletzt. Eine Person wurde ins Eupener Krankenhaus gebracht, die andere nach Aachen.

Das Opfer wurde mit Messerstichen relativ schwer am Arm verletzt. Es besteht aber keine Lebensgefahr. Das Opfer wurde zum Klinikum nach Aachen gebracht.

Der Tatverdächtige, also die Person, die verdächtigt wird, mit dem Messer zugestochen zu haben, wurde auch leicht verletzt. Sie wurde dann ins Eupener Krankenhaus gebracht und anschließend, d.h. nach der Behandlung zur Polizei gebracht. Der Tatverdächtige wurde dann auf Anweisung der Staatsanwaltschaft festgenommen. Die Staatsanwaltschaft hat die Untersuchungsrichterin mit den weiteren Ermittlungen beauftragt und beantragt, Haftbefehl zu erlassen.“

est/vk - Bild: Renate Ducomble/BRF

Ein Kommentar
  1. Damien Francois

    Und sowas nennt sich Justiz? Ha ha ha, nee, nee, nee, ihr seid ’ne lustige Bande! Es wir mit allen Mitteln gedroht wenn eine Mahnung auf die Müllsteuer nicht gezahlt wird, inkl. Polizei-Gerichtsvollzieher-Polizist, und dann sowas. Wieder einmal ein deutliches Zeichen! Klarer geht’s nicht! Wenigstens weiß man – vor allem Frau – wo man – und auch Frau – dran ist!