Militärlager Elsenborn: 20.000 Euro für Renovierung der Kapelle

Das Militärlager Elsenborn lädt jedes Jahr zum Tag des Königs zu einem Empfang ein. Am Donnerstag versammelten sich dort wieder Vertreter der Armee, der Deutschsprachigen Gemeinschaft und der Anrainergemeinden.

Empfang im Militärlager Elsenborn

Für die Renovierung der Kapelle im Militärlager Elsenborn hat das Verteidigungsministerium erste Gelder freigemacht. Wie der Bürgermeister der Gemeinde Bütgenbach am Donnerstag beim Empfang der Militärverwaltung zum Tag des Königs mitteilte, sagte Brüssel 20.000 Euro zu. Das sei zwar nicht ausreichend für die Instandsetzung, aber ein erster Schritt, so Dannemark.

Weil das Dach beschädigt ist, war die Kapelle aus Sicherheitsgründen geschlossen worden. Aus diesem Grund fiel auch das traditionelle Te Deum zum Tag des Königs im Lager Elsenborn aus.

Herausforderungen

Der Strategieplan des Verteidigungsministers für die Armee der Zukunft wird auch personelle Auswirkungen auf Elsenborn haben. Dort haben viele Soldaten bald das Rentenalter erreicht. Sie werden wohl nicht ersetzt werden. Darin sieht der neue Kommandant Jean-Marie de Condé, der seit Januar im Amt ist, die größte Herausforderung in den nächsten Monaten und Jahren.

Eine weitere Folge des Strategieplans: Es könnten mehr Aufgaben auf zivile Vertragsnehmer übergehen, beispielsweise die Schreinerei des Lagers. De Condé betont jedoch, dass es sich nur um Pläne handele. Es sei noch nichts beschlossen.

Zukunft gesichert

Die Zukunft des Truppenübungsplatzes Elsenborn sei gesichert, bekräftigt der Kommandant. Denn das Verteidigungsministerium brauche das Camp, um seine Armee zu trainieren. Es ist kostengünstiger, hier zu üben als beispielsweise in Deutschland oder England.

Zur Zeit trainieren täglich verschiedene Einheiten in Elsenborn: Soldaten, die in Belgien zur Sicherung öffentlicher Gebäude eingesetzt werden, Praktikanten aus Militärschulen und Sondereinheiten.

Auffangzentrum geschlossen

Anfang November haben die letzten Flüchtlinge das Auffangzentrum im Militärlager verlassen. Die Zusammenarbeit mit Fedasil beschreibt Jean-Marie de Condé als ausgezeichnet.

Dass die Gebäude nun instand gesetzt werden müssten, sei normal, so der Kommandant. Die Räumlichkeiten seien intensiv genutzt worden: rund um die Uhr und das über ein Jahr. Das sei normalerweise nicht vorgesehen.

Im Januar sollen die Gebäude wieder vom Militär genutzt werden. Dann kommen große Einheiten zum Training nach Elsenborn.

Michaela Brück

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