Computersicherheit im AKW Tihange: Fank stellt Electrabel Ultimatum

Die belgische Atomaufsichtsbehörde (Fank) hat das Energieunternehmen Electrabel ultimativ aufgefordert, die Computer und Webseiten seiner Kernkraftzentralen besser gegen Hacker zu schützen.

Kernkraftwerk Tihange (Bild vom 7.4.)

Laut Fank sind die Sicherheitspläne von Tihange im Internet einzusehen. Nach Auffassung der Behörde sind die Rechner nur unzureichend gegen Angriffe von außen geschützt.

Sollten nicht innerhalb kürzester Zeit wirksame Maßnahmen zur Verbesserung der Situation getroffen werden, müsse Electrabel mit hohen Strafgeldern und sogar mit dem Entzug der Betriebserlaubnis für die Reaktoren rechnen. Das meldet die flämische Zeitung „De Standaard“.

Bereits im letzten Jahr hatte die Fank erhebliche Sicherheitsmängel festgestellt und moniert. Mehrere Tihange-Beschäftigte wurden vom Dienst suspendiert, weil sie die Vorschriften missachtet hatten.

Jetzt wurde Electrabel eine Frist bis Mai 2017 eingeräumt, um die gravierenden Probleme in der Computersicherheit zu lösen.

l1/standaard/rs - Bild: Maxime Anciaux/Belga

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