Neues Leben: Alte Schule in Thommen zum Dorfhaus umgestaltet

In Thommen erfährt die frühere Schule eine neue Nutzung: Sie ist zum Dorfhaus umgebaut worden. Auβerdem wurden dort zwei Übergangswohnungen eingerichtet. Am Samstagmorgen steht das neue Dorfhaus zur Besichtigung offen.

Sie ist kaum wieder zu erkennen, die alte Schule von 1907. Die für Bauten aus der Preuβenzeit typischen Ziegelsteine wurden verputzt und die Dachschiefer durch Flachdachziegel ersetzt. Bis 1992 gingen die Thommener Kinder hier zur Schule. Danach hat der Lehrer das Haus noch bewohnt, bevor es dann im Anschluss von diversen Dorfvereinen genutzt wurde. „Aber später ließ der Zustand des Gebäudes das nicht mehr zu und dann musste eine andere Lösung gesucht werden“, erklärt Schöffe Karl-Heinz Cornely.

Und die kam über das Programm der Ländlichen Entwicklung – auf Vorschlag der Vertreter in der Örtlichen Kommission. Zwar hat es etwas gedauert, aber nun ist alles soweit fertig: Im früheren Klassenraum ist genügend Platz für Versammlungen, Proben oder Vorträge. Mehrere Gruppen und Vereine wissen auch schon, was sie damit anfangen können. Das Dorfhaus steht ausdrücklich Nutzern aus der ganzen Gemeinde Burg-Reuland offen…

Gleich nebenan wurde eine Küche eingerichtet – für die Beköstigung der Veranstaltungen. Hier könnten auch Kochkurse angeboten werden.

Dorfhaus Thommen

Vom öffentlichen Teil getrennt, sind über einen Hintereingang zwei Wohnungen zu erreichen, eine im ersten Stock, die andere im Dachgeschoss. Sie sollen jungen Leuten als „Übergangswohnungen“ dienen. „Damit wir dem demographischen Wandel entgegenwirken können ist hier unten eine Appartementwohnung eingerichtet worden – und oben drüber ist ein kleines Studio“, erklärt Cornely. Beide Wohnungen sind schon vermietet.

Die Mietverträge haben eine Laufzeit von neun Jahren. Damit die Übergangswohnungen ihren Zweck erfüllen, schafft die Gemeinde Burg-Reuland besondere Anreize. Wer in der Gemeinde nämlich ein Haus baut oder kauft, soll innerhalb der ersten fünf Jahre die Miete zurückerstattet bekommen.

Alles in allem hat das neue Dorfhaus in Thommen fast 500.000 Euro gekostet – der Zuschuss lag bei rund 80 Prozent. Nun muss es noch mit Leben erfüllt werden, das Dorfhaus, doch bei dem angemeldeten Bedarf sollte das kein Problem sein…

sp/mg - Bilder: Stephan Pesch/BRF

Ein Kommentar
  1. Bosch Frank

    Ich hab‘ da mal ’ne Frage : gibt es eigentlich ähnliche Programme wie die ländliche Entwicklung auch für Städte bzw. „kleine Provinzstädte“ wie Eupen? Das wäre doch auch was für uns : hier mal ‚en Stadtviertelhaus und dort mal einen Begegnungs- oder Stadtviertel-Spiel-platz ? Oder haben wir dafür keine Lobby ? Ganz ohne Neid gefragt…