Kunst, Kultur, Schlachthof: Ein Kulturzentrum findet seinen Platz

Seit fast einem Jahr ist das Kulturzentrum "Alter Schlachthof" in Eupen nun in Betrieb. Mit großem Erfolg, sagt Betreiber Chudoscnik Sunergia, der gleichzeitig auch für zahlreiche Veranstaltungen dort verantwortlich ist.

Alter Schlachthof Eupen

Es ist ein guter Zeitpunkt, um Pressereferent im Alten Schlachthof zu sein. Auf der Pressekonferenz überschlagen sich der Geschäftsführer von Chudoscnik Sunergia, René Janssen und sein Pressereferent Björn Marx geradezu vor Begeisterung über das erste Jahr in Eupens neuem Kulturzentrum.

„Wir sind begeistert und hochmotiviert von der Resonanz, die der Alte Schlachthof im ersten Veranstaltungsjahr hatte. Wir hatten von September 2015 bis August 28.000 Besucher. Das ist eine gewaltige Menge für ein Kulturzentrum hier in der Deutschsprachigen Gemeinschaft und das gibt uns Motivation und Antrieb, unser Programm sowohl in puncto Vielfalt als auch in puncto Anzahl weiter auszubauen. Wir sind sehr froh über die Entwicklung, die das Kulturzentrum Alter Schlachthof genommen hat“, freut sich Marx.

„Im zweiten Jahr stabilisieren, was man im ersten erreicht hat“

So wird es im Alten Schlachthof im kommenden Halbjahr noch einmal gut ein Drittel Veranstaltungen mehr geben, als im Herbst 2015. 44 sind es insgesamt, im Gegensatz zu 29 im Herbst 2015. Und damit ist der Alte Schlachthof in diesem Jahr auch schon ziemlich ausgelastet. „Fast alle Wochenendtage, d.h. Freitag, Samstag, Sonntag sind ausgebucht bis Ende des Jahres“, erklärt René Janssen. „Wir beginnen ja jetzt das zweite Jahr und im zweiten Jahr ist die Zielsetzung auch eigentlich nicht, die Besucherzahlen und die Aktivitäten deutlich zu steigern, sondern erfahrungsgemäß sagt man, dass man im zweiten Jahr stabilisieren muss, was man im ersten Jahr erreicht hat.“

Und das machen die Programmverantwortlichen von Chudoscnik mit großer Begeisterung. Mit dabei im Programm ist alles von Ausstellungen und Messen, über verschiedenste Theateraufführungen und Lesungen, bis hin zu Konzerten, Partys und Festivals. Schwerpunkt bleibt dabei die nationale und regionale Kunst- und Kulturszene. „Die ostbelgische Kunst- und Kulturszene ist sehr lebendig. Wir sind natürlich immer auf der Suche, haben aber natürlich auch etliche Kunst- und Kulturschaffende, die an uns herantreten. Deswegen ist es uns auch möglich in Regelmäßigkeit ostbelgische Künstler zu präsentieren“, erklärt Marx. „Es gibt da ein breites Angebot und wir machen dieses breite Angebot der Öffentlichkeit zugänglich.“

44 Veranstaltungen im kommenden Halbjahr

So liest sich das neue Programm dann auch wie ein buntes und sehr appetitliches Konzentrat aus allem, was Kunst und Kultur hier in der Region und im Land hergeben: 20 Jahre Rhetorika, 20 Jahre Jukutu-Rock, ein ganz neu erdachtes „Rasselbande Kinderfest“, Poetry-Slam, Rudelsingen, das Meakusma-Festival, die WDR-Bigband, das Eupen Hardcore Festival und der Auftritt der flämischen 90er Jahre-Band K’s Choice, um nur einige zu nennen.

Doch auch die Veranstaltungen ohne Jubiläum und mit weniger bekannten Namen sind sorgfältig ausgewählt. So bieten vier verschiedene Matineekonzerte eine Gelegenheit für Klassikfreunde, mit einem Künstler intensiv über sein Werk und seine Einflüsse zu sprechen und mehrere Konzertabende die Gelegenheit, aufsteigende Bands aus Flandern und der Wallonie kennen zu lernen.

Bekannte Publikumsmagnete wie die Eupener Puppenspiele, die SEITENStraße oder die African Night runden das Programm ab. Wer da nichts findet, ist wirklich selber schuld.

Das vollständige Programm vom Alten Schlachthof und Infos zu Tickets und Preisen finden sie im Internet auf der Webseite des Alten Schlachthofs.

ake/mg - Bild: BRF