Oxfam-Secondhandshop in Eupen eröffnet

Seit Montagmorgen gibt es auch in der Eupener Innenstadt einen Oxfam-Secondhandladen. Der BRF hat die Teilnehmer des Medienprojektes "Media & Me" damit beauftragt, in dem neuen Geschäft an der Citypassage vorbei zu schauen. Gesagt, getan: Katrin, Tessy, René, Melissa und Eva-Maria sind in die Welt der frischaufgestellten Kleiderständer und gut gefüllten Regale eingetaucht.

Der erste Eindruck ist überraschend positiv: Ein großer Laden mit gepflegten Kleidungsstücken lädt zum Shoppen ein. Aber auch andere Artikel wie Bücher, CD’s, Computer, Deko und Accessoires sind zu kleinen Preisen zu haben. Für zwei Euro hat eine Dame beispielsweise ein hochwertig aussehendes Collier ergattert.

Langweilig wird es für die Kunden nie. Jeden Tag kommt neue Ware hinzu. Ein Nachthemd für zwei, ein Poloshirt für drei oder eine Jacke für fünf Euro. Hin und wieder ist auch ein Designerstück dabei: „Wir haben ein besonderes Schätzchen, das auch nicht umsonst im Schaufenster hängt und zwar ein Kleid von Gautier. Das kostet 80 Euro“, erklärt Markus Neumann. Der Eupener ist eigentlich Wandgestalter. Doch jetzt hat er mit dem Aufbau des Secondhandladens einen zweiten Job. Ausschlaggebend war seine Teilnahme am Oxfam Trailwalk. „Mitte Januar hat mich Oxfam kontaktiert und gefragt, ob ich bereit wäre hier in der DG dieses Projekt zu starten.“

Sieben Ehrenamtliche unterstützen Markus Neumann bei dem Projekt. Jeden Tag kommen Säcke und Kisten mit neuer Ware hinzu. Jeder der mag, kann seine ausrangierten Sachen vorbei bringen. Die Kleider werden vor Ort sortiert und die gute Ware kommt dann ins Geschäft, so Neumann.

Damit das Geschäft sich irgendwann selbst tragen kann, würde der 52-Jährige sein Team gerne bis zum Herbst verdoppeln. Wer mindestens vier Stunden Zeit pro Woche zu verschenken hat, kann sich melden. „Es gibt dann ein kleines Einstellungsgespräch von maximal einer Stunde. Sehr wichtig ist es, dass man ein Team bildet, das kommunizieren kann, harmonisch arbeitet und sich versteht“, erklärt Neumann.

Das Geschäft mit den Gebrauchtwaren ist nur eines von vielen Standbeinen von Oxfam. Seit 1942 setzt sich die Entwicklungshilfe-Organisation dafür ein, Armut und Ungerechtigkeit zu bekämpfen. Vor allem auf der südlichen Erdhalbkugel – aber auch bei uns.

Markus Neumann ist zuversichtlich, dass das Konzept auch in Eupen gut ankommt. „Ende September weiß ich mehr. aber wenn ich sehe, wie viel hier gerade über die Theke geht und wie viele Leute in der Kabine sind und wer hier noch stöbert, bin ich sehr zuversichtlich. Ich denke,das wird funktionieren.“

Das Oxfam-Geschäft an der Eupener Citypassage, Kirchstrasse 39 b1, ist geöffnet dienstags bis samstags von 10:00 bis 18:00 Uhr. Jeden Tag können ausrangierte Kleider und andere Waren vorbeigebracht werden.

Gesucht werden ehrenamtliche Mitarbeiter. Bewerber wenden sich bitte an Markus Neumann (Mobil: 0485-69 68 02/E-Mail: mne@oxfamsol.be).

Bilder: BRF

Ein Kommentar
  1. Käthe Mayenfels-Pfeffer

    eine schöne idee-kann nur gratulieren