Allgemeine Verteilung von Jodtabletten in Belgien

Alle Einwohner Belgiens erhalten vorsorglich Jodtabletten. Das hat Gesundheitsministerin Maggie De Block (OpenVLD) in der Kammer angekündigt, wie die Zeitung La Libre Belgique schreibt.

Jodtabletten

Illustrationsbild: Hannibal Hanschke/EPA

Die Föderalregierung habe einer Verteilung der Tabletten im Umkreis der belgischen und ausländischen Atomkraftwerke zugestimmt. Auf Anraten des Gesundheitsrates und der Atomaufsichtsbehörde wurde der Radius von 20 auf 100 Kilometer ausgeweitet. Damit ist de facto das ganze Land gedeckt.

Die Tabletten sollen im kommenden Jahr verteilt werden. Zugleich wird es eine Aufklärungskampagne geben. Wie die Verteilung organisiert wird, steht noch nicht fest.

Die Einnahme von Jod-Tabletten soll bei einer Reaktorkatastrophe verhindern, dass das freigesetzte radioaktive Jod die Schilddrüse schädigt.

belga/jp - Illustrationsbild: Hannibal Hanschke (epa)

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10 Kommentare
  1. Dieter Leonard

    Diese Nachricht beruhigt mich ungemein ! Dann braucht sich ja keiner mehr Sorgen zu machen. Danke Frau De Block !

  2. Angela Kerstges

    Wie vorausschauend doch unsere belgische Politik ist, z. B. betreff Medizin!

  3. Jasmin Heeren

    Wütend und einfach nur fassungslos!!!!!! typisch Belgien!

  4. Michael Kever

    Ja super tolle Vorgehensweise bei anscheinend sicheren Reaktoren, schon traurig wie man immer wieder feststellen muss was das Wohlbefinden der Menschen unseren Politikern interessiert !

  5. reip werner

    was nützen die Jodtabletten wenn sie nach 14 Tage Ihre Wirkung verlieren,so die Aussage einer Aphotheke aus Verviers

  6. Maria van Straelen

    und wieder möchte ich wissen, was an dieser Politikerin so bewundernswert ist, dass sie seit Jahren Belgiens Beliebteste ist … was sie wirklich bewirkt in diesem Land. Ist das nicht total überzogen, wo wir doch von unabhängigen Experten wissen, dass Doel und Tihange total sicher sind (Vorsicht: Satire)

  7. Ettore Atalan

    Zum Glück macht radioaktive Strahlung an Landesgrenzen halt 😉

    Da kann man in Deutschland ja beruhigt schlafen, wenn man im Nachbarland die GAU-Vorbereitungen so ernst nimmt.

  8. Jürgen Margraff

    Jodtablette?? Belgische AKWs, die sind doch laut unseren Experten 100% sicher – aber unser Bedrohungsniveau gegenüber terroristischen Anschlägen liegt bei 3, wäre es da nicht sinnvoller zumindest den Benutzern der Metro in Brüssel & des Flughafens von Zaventem kostenlose Splitterschutzwesten zur Verfügung zu stellen? Das Endresultat ist in etwa gleich…

  9. Elisabeth Kraus

    Das ist ja wohl total krank. Was soll ich denn mit Jodtabletten bei einer Reaktorkatastrophe ? Vielleicht kann ich dann einen Tag länger überleben. Die Energieriesen in Belgien sind teuer genug und dennoch so profitgierig , dass sie das Leben und Leiden unzähliger Menschen aufs Spiel setzen. Die machthungrige Politik wird von der Wirtschaft gesteuert und das weltweit.
    Die Sorgen um eine zukünftige Rente nach jahrzehntelanger Maloche hat sich dann ja wohl erledigt.

  10. Ramscheid Bernard

    Keine Panik! Alles wird gut.

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