Fronten verhärtet: Bahnstreik im Januar wohl kaum zu verhindern

Direktion und Gewerkschaften bei der Nationalen Eisenbahngesellschaft SNCB legen es offenbar auf eine Kraftprobe an. Eine letzte Schlichtungsrunde ist am Mittwochnachmittag ergebnislos zu Ende gegangen. Damit steht weiterhin die Streikankündigung für den Monat Januar im Raum.

Leerer Bahnsteig im Bahnhof von Antwerpen (Bild: Streik am 20. Oktober)

Archivbild: Dirk Waem/BELGA

Es galt als die Verhandlungsrunde der letzten Chance. Nach 1,5 Stunden der Diskussion seien die Fronten aber nach wie vor verhärtet, die Direktion habe keine Zugeständnisse machen wollen. Selbst die Alternativvorschläge der Gewerkschaften seien nicht angehört worden, so CGSP-Vertreter Serge Piteljon. Sogar den Einsatz eines Sozialschlichters habe die Geschäftsleitung abgelehnt.

Die Direktion hat jetzt angekündigt, die Maßnahmen quasi mit der Brechstange durchzudrücken. Die Ziele der Bahn sind klar gesteckt: Man wolle eine Produktivitätssteigerung von vier Prozent pro Jahr erreichen. Damit einher geht eine Verringerung des Personalstands um 7.000 Stellen. Außerdem soll ein Urlaubstag gestrichen werden.

Die Gewerkschaften sind damit nicht einverstanden. Sie befürchten, der Umbau gehe auch zu Lasten der Sicherheit. Durch längere Arbeitszeiten wären die Eisenbahnerschichten zwölf Stunden lang.

Die Streikankündigung für den 5. und 6. Januar sowie für den 21., 22. und 23. Januar blieb dementsprechend bestehen – und der Soziale Dialog bei der SNCB liegt jetzt bis auf weiteres erstmal in Scherben.

rtbf/dop/rop - Illustrationsbild: Dirk Waem (belga)

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