Neue Regierung will Nachfolger für F-16 finden

Die neue Föderalregierung in spe wird neue Kampfflieger als Ersatz für die F-16 suchen. Das steht im Koalitionsabkommen, auf das sich die vier Parteien geeinigt haben.

V wie Victory: F16-Kampfbomber vor dem Start nach Jordanien in Florennes (26. September)

V wie Victory: F16-Kampfbomber vor dem Start nach Jordanien in Florennes (26. September)

Die neue Regierung Michel hat sich für den Ankauf von neuen F-16-Kampfflugzeugen ausgesprochen. Das sickerte aus dem Koalitionsvertrag durch.

Die alten Jets sollen nach und nach ersetzt werden. Auch soll der Bestand um acht Flugzeuge aufgestockt werden.Welche Flieger angekauft werden sollen, soll zu einem späteren Zeitpunkt beschlossen werden.

Die Armee gibt den amerikanischen F-35, auch bekannt als „Joint Strike Fighter“, den Vorrang. Allerdings sind die Kosten dafür sehr hoch. Eine Alternative wäre die F-18 Super Hornet, die allerdings teurer im Unterhalt ist.

Die neue Regierung möchte die Ausrüstung der Streitkräfte generell modernisieren. So geht es es auch um den Ankauf von Drohnen und anderem Kriegsmaterial. Auch die Marine soll mit neuen Fregatten ausgestattet werden.

Die vier Regierungsparteien haben sich auch auf den Einsatz belgischer Soldaten bei Auslandseinsätzen verständigt. Demnach wird unser Land auch im neuen Jahr militärisch in Afghanistan präsent sein. 135 Soldaten sollen als Ausbilder der dortigen Sicherheitskräfte stationiert bleiben.

Belgien bleibt damit Teil der NATO-Mission, an der sich insgesamt 12.000 Soldaten beteiligen. Erst in der vergangenen Woche waren die sechs belgischen F16-Kampfflugzeuge zurückgekehrt, die seit 2008 im afghanischen Kandahar stationiert waren.

Der belgische Einsatz im Libanon wird im Gegenzug beendet.

belga/vrt/sd/jp - Bild: Eric Lalmand (belga)

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3 Kommentare
  1. Ben Schumacher

    Geht aus dem Koalitionsabkommen denn hervor, was gekauft werden soll? Ein neues Muster als Ersatz für die F-16 oder F-16 aus neuer Produktion? Ihre Meldung ist hier nicht wirklich klar.

    (PS: Der Bindestrich hat eine Bedeutung – es heißt F-16, nicht F16!)

  2. Webredaktion

    Durch welches Modell die F-16 ersetzt werden, steht noch nicht fest. Die Armee gibt den amerikanischen F-35, auch bekannt als „Joint Strike Fighter“, den Vorrang. Allerdings sind die Kosten dafür sehr hoch. Eine Alternative wären die F-18 Super Hornet, die allerdings teurer im Unterhalt sind.

  3. Ben Schumacher

    Danke für die Klarstellung – vielleicht könnte der Artikel hier angepasst werden. Man hat sich also nicht für den Kauf von neuen F-16 ausgesprochen, sondern für die Anschaffung eines neues Musters.
    Ohne eine Diskussion über die zur Auswahl stehenden Muster vom Zaun brechen zu wollen und ohne zu sehr ins Detail zu gehen, erscheint mir die von ihnen genannte Argumentation völlig unlogisch.
    Die (noch in der Testphase befindliche) F-35 ist als Flugzeug der sog. 5. Generation zwar modern, aber durch seine sehr hohe Komplexität – sowohl was die Zelle als auch die Avionik angeht – von extremen technischen Problemen geplagt. Von den explodierenden Kosten mal ganz abgesehen.
    Die F/A-18E/F Super Hornet ist als Vertreter der Generation 4+ ein grundlegend wesentlich einfacheres Muster, das sich schon seit über 10 Jahren in großer Zahl bei der amerikanischen Marine und zB der Luftwaffe Australiens im Einsatz befindet. Ohne konkrete Zahlen nennen zu können, sind die Unterhaltskosten der Super Hornet mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeint NICHT höher als die der F-35.
    Es ist wohl davon auszugehen, dass eine größere Ausschreibung für die Nachfolge der F-16 durchgeführt wird; hier sollten europäische Muster der aktuellen Generation wie Dassault Rafale, Eurofighter Typhoon und Saab Gripen (ein Muster, das tatsächlich durch sehr niedrige Unterhaltskosten zu glänzen weiß) berücksichtigt werden.

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