Buizingen: Schwere infrastrukturelle Sicherheitsmängel

Ein neuer Untersuchungsbericht über die Ursachen des Zugunglücks von Buizingen, bei dem 18 Menschen ums Leben kamen, verweist auf schwere Sicherheitsmängel bei der Bahn.

Zugunglück in Buizingen

Zugunglück in Buizingen

Beim Zusammenstoß zweier Personenzüge waren im Februar 2010 18 Menschen getötet und rund 150 verletzt worden, als ein Lokführer ein Haltesignal übersehen hatte.

Der neue Bericht über die Gründe für das Unglück hebt hervor, dass die Gleise an der Unfallstelle mit einem automatischen Bremssystem versehen waren, das entsprechende Gegenstück in der Lokomotive aber fehlte. Eine vorgeschriebene Warnleuchte im Inneren der Lok gab es ebenfalls nicht.

Zudem hatte das rote Signal an der Strecke wegen unzureichender Stromzufuhr nicht ausreichend stark geleuchtet.

vrt/rtbf/mh - Archivbild: belga

Ein Kommentar
  1. Tom Fish

    Wen wundert eigentlich das Ergebnis dieses Untersuchungsberichts?
    Viel verwunderlicher ist doch, dass bei den Mängeln an der Technik, die jeder Reisende auf jeder Zugfahrt feststellen kann, nicht viel öfter etwas passiert.
    Das gesamte Verkehrssystem wird doch nur notdürftig am Laufen gehalten. Es wird nicht grundsätzlich in Sicherheit investiert, sondern das bestehende Material – marode wie es ist – mit Klebeband und der Devise „Es wird schon noch gehen, gestern ist doch auch nichts passiert.“ weiter belastet, bis es zwangsläufig zu Unfällen kommt und die längst bekannten Mängel sowie die lasche Einstellung der Verantwortlichen in die Schlagzeilen gerät.
    Aber, keine Angst, liebe Verantwortliche, spätestens nach 4 Wochen ist dann wieder alles vergessen und ein Unfall ist ja immmer ein unglückliches Zusammentreffen seltener Ereignisse. Damit muss man nun mal leben, da kann man nichts machen usw. usw.