Presse: „Operation Kelch“ – Kardinal Danneels wusste mehr

Kardinal Godfried Danneels soll Jahrzehnte lang von dem Umfang des sexuellen Missbrauchs innerhalb der Katholischen Kirche in Belgien gewusst haben. Das berichtet die Zeitung "Het laatste Nieuws" am Mittwoch und beruft sich dabei auf den im Rahmen der Operation Kelch sichergestellten Schriftverkehr.

Kardinal Godfried Danneels

Kardinal Godfried Danneels

Dem Bericht zufolge wurden bei Kardinal Godfried Daneels vierzig Briefe von mutmaßlichen Opfern gefunden, die darin Geistliche beschuldigten, sie sexuell missbraucht zu haben. Unklar ist, ob Daneels nach den erhobenen Vorwürfen eingriff.

Offen ist auch, ob einige der Fälle nicht bereits verjährt sind. In einem Fall soll Kardinal Danneels dafür gesorgt haben, dass der pädophile Geistliche in eine Nachbargemeinde versetzt wurde.

Der Untersuchungsrichter und die föderale Staatsanwaltschaft haben noch nicht entschieden, wen sie im Rahmen des Missbrauchsskandals vor Gericht stellen werden.

vrt/sh - Archivbild: belga

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3 Kommentare
  1. Kerstges Angela

    Ich wohnte in ca.1960 in der belgischen Eifel.Schon damas war dort ein Fall bekannt,bei dem es sich um ein priesterliches sexuelles Vergehen handelte. Er wurde nach Kevelaer versetzt. Ich kannte diesen Priester persönlich

  2. Peter Ruymans

    @Kerstges Angela:
    Haben Sie inzwischen die Strafverfolgungsbehörden darüber in Kenntnis gesetzt? Die Leser der BRF-Website können hier nämlich wenig machen.

  3. Kerstges Angela

    Natürlich ist mir klar, dass die Leser des BRF nichts (mehr) diesbezüglich unternehmen können, es sollte halt nur eine Bestätigung sein, dass es stimmt, dass die Täter nur versetzt wurden. Dieser besagte Priester dürfte übrigens nicht mehr unter den Lebenden weilen, er war damals schon etwa 55 Jahre

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