Belgier sind Weltmeister bei der Organspende

Ein Grund dafür ist die Tatsache, dass jeder Belgier von Gesetz wegen prinzipiell Organspender ist, es sei denn, man lehnt das ausdrücklich ab.

Organspenden in Belgien leicht rückläufig

In keinem Land der Welt werden also mehr Organe gespendet. Allein im vergangenen Jahr ist die Zahl um 22 Prozent angestiegen.

In Belgien ist es im Vergleich zu vielen anderen Ländern umgekehrt: Jeder Belgier ist laut Gesetz grundsätzlich ein potentieller Organspender. Wer das nicht will, der muss das ausdrücklich bei seiner jeweiligen Gemeindeverwaltung festhalten lassen.

Das dürfte mit ein Grund dafür sein, dass es nirgendwo in der Welt so viele Organspender gibt wie in Belgien.

Aus den jüngsten Zahlen des Gesundheitsministeriums geht hervor, dass im vergangenen Jahr hierzulande 321 Organe gespendet wurden. Die Zahl lag damit um fast ein Viertel höher als noch 2010. Das allerdings reiche immer noch nicht, um der Nachfrage zu genügen.

Im Augenblick warteten 1.155 Menschen auf ein Spenderorgan, über 800 von ihnen brauchen etwa eine neue Niere, knapp 150 eine neue Leber. Im Durchschnitt stehe man drei bis vier Jahre auf der Warteliste, hieß es. Wöchentlich würden zwei Menschen sterben, weil eine Transplantation nicht rechtzeitig habe erfolgen können.

Archivbild: epa

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Ein Kommentar
  1. Jean Grosch

    Gilt das für jeden Belgier, oder für jeden in Belgien lebenden Bürger?

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