Leterme verlässt die Politik – spätestens zum 31. Dezember

Der scheidende Premierminister Yves Leterme verlässt die belgische Politik, um beigeordneter Generalsekretär bei der OECD, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, in Paris zu werden.

Yves Leterme: eine Milliarde mehr sparen

Yves Leterme

Leterme verlässt also das sinkende Schiff. Seit einiger Zeit bereits hieß es, dass er sich für eine internationale Spitzenposition interessiert. Jetzt hat er sie offenbar gefunden, nämlich bei der OECD in Paris, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Dort wird Leterme einer von drei Beigeordneten des mexikanischen Generalsekretärs Gurria, der die Organisation seit dem Jahr 2006 leitet.
In seiner neuen Funktion soll Leterme zuständig sein für die Bereiche Sozialpolitik, Beschäftigung, Gesundheit sowie kleine und mittelgroße Unternehmen.

Die endgültige Entscheidung fällt zwar erst an diesem Freitag, doch da Leterme der einzige Kandidat ist, ist seine Ernennung so gut wie sicher.

Wann er sein neues Amt antritt, wurde noch nicht genau festgelegt. Dieser Termin dürfte auch von Letermes Verantwortung im Rahmen der innenpolitischen Entwicklung in Belgien abhängen. Spätestens jedoch zum Jahresende muss Leterme bei der OECD seine Arbeit aufnehmen.

Archivbild: belga

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3 Kommentare
  1. Jürgen Margraff

    Ja ja, in der „christlichen“ Seefahrt nennt man das: „Die Ratten verlassen das sinkende Schiff“

  2. Frank Bosch

    Das war lange angekündigt! Schon Wochen redete man davon, dass Leterme eine Aufgabe im europäischen Rahmen suche. Wenn die, die ihm 2007 Knüppel zwischen die Beine geschoben haben (z.B. „Madame Non“, DeWever und Juppie DeCroo) sich nun selber nicht einig werden, da kann der „gute Mann“ nun wirklich nichts für! Man hat genug über ihn gelästert, ihn zuletzt aber gelobt, und wenn es am schönsten ist, sollte man aufhören oder zumindest eine Auszeit nehmen dürfen…

  3. Jean Grosch

    @Frank Bosch – sehe ich auch so. Yves Leterme war die einzige Konstante in der föderalen Politik Belgiens. Und er hat sich um Dinge gekümmert die erledigt werden müssen, während sich die anderen an 15-monatigen Verhandlungen aufgehalten haben

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