Nach den Vorfällen in der Haftanstalt Haren im Laufe der Woche hat die freie Gewerkschaft SLFP die Verhältnisse in dem Gefängnis kritisiert. Solche Probleme habe man erwarten können, sagte Dimitri Cornu von der freien Gewerkschaft SLFP in der RTBF.
Cornu wies unter anderem auf den Mangel an Personal hin. Zudem müssten bereits unerfahrene Wärter Führungsaufgaben übernehmen, erklärte der Gewerkschafter. In Haren sitzen rund 300 Häftlinge mehr ein, als die eigentliche Kapazität der Einrichtung vorsieht.
In der Haftanstalt war in dieser Woche eine Gefangene von einem anderen Häftling vergewaltigt worden. Zudem wurden vier Wärter verletzt, als ein psychisch kranker Gefangener in seiner Zelle von einem Arzt untersucht wurde. Es gab noch einen weiteren Vorfall: Am Donnerstagmorgen gelang einem Häftling die Flucht. Er wurde noch am selben Tag in der Innenstadt von Brüssel wieder gefasst und ins Gefängnis zurückgebracht.
rtbf/moko