Schon sehr früh äußerte sich PS-Parteivorsitzender Paul Magnette auf X zum Sieg der Demokraten mit großem Jubel: "They did it! Herzlichen Glückwunsch an die amerikanischen Demokraten zu ihrem Sieg."
Große Freude auch beim Vorsitzenden von Les Engagés, Yvan Verougstraete. "Die blaue Welle ist da!", schreibt er ebenfalls auf X. "Die Amerikaner haben für Ehrlichkeit, Integrität, Anstand und Zurückhaltung gestimmt und Trump und MAGA einen verheerenden Schlag versetzt. Heute Vormittag gibt es Grund zur Hoffnung."
Erleichterung auch bei Flanderns Justiz-, Arbeits- und Bildungsministerin Zuhal Demir von der N-VA. "Die USA haben gezeigt, wie verletzlich und gleichzeitig widerstandsfähig die Demokratie sein kann. Die orange Gefahr ist jetzt eingedämmt worden", womit Demir, ohne es so zu schreiben, US-Präsident Trump meint.
Ex-Premierministerin Sophie Wilmès von der MR twittert aus ihrer aktuellen Perspektive als Europaabgeordnete auf X, dass sie jetzt wieder auf eine konstruktivere Beziehung zwischen den USA und Europa hofft.
Francken schaute Fox News
Verhaltener die Reaktion von Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA) auf X. "Es ist passiert, das Abgeordnetenhaus und der Senat gehen verloren. Selbst Texas bekommt jetzt einen blauen Gouverneur", schreibt er aus Sicht der Wahlverlierer, der Republikaner. Francken hat für seine Informationen zur Wahl Fox News geschaut, den Trump-treuen US-Fernsehsender. "Starke und korrekte Präsentation der Wahlen bei Fox News. Good job", lobt Francken.
Außerdem verweist er darauf, dass das Regieren in den USA durch die neue blaue, also demokratische Mehrheit im Parlament und einem roten, konservativen Präsidenten Trump in den kommenden Jahren "quasi unmöglich wird".
Auffällig ist auch noch, wer sich nicht sofort in den sozialen Medien zum Ausgang der US-Wahlen geäußert hat. Von dem sonst so kommunikationsfreudigen MR-Chef Georges-Louis Bouchez ist kein Eintrag auf X, Instagram, Facebook oder seiner Homepage zu finden.
Schweigen dort auch bei den bekannten Vertretern des rechtsextremen Vlaams Belang sowie den Parteivorsitzenden von PTB, Ecolo und Groen.
Ebenfalls keine Reaktion zum Ausgang der US-Zwischenwahlen war zunächst von Premierminister Bart De Wever im Netz zu finden.
Blaue Welle in den USA: Trumps Republikaner verlieren US-Parlamentswahl deutlich
Kay Wagner