Die US-Wähler haben die Republikaner von Präsident Trump abgestraft und der Demokratischen Partei die Kontrolle über den Kongress beschert. Nach Hochrechnungen errangen die Demokraten die Mehrheit nicht nur im Repräsentantenhaus, sondern auch im Senat.
Im Repräsentantenhaus haben die Demokraten sicher die Mehrheit geholt. Laut dem Sender ABC News kommen sie derzeit auf 245 von 435 Sitzen. Für eine absolute Mehrheit sind 218 Sitze erforderlich. Dutzende Sitze sind allerdings noch nicht endgültig vergeben.
Nach den neuesten Zahlen kommen die Demokraten im Senat auf 54 Sitze, die Republikaner kommen auf 42 Sitze. Die Auszählung läuft noch. Die Demokraten könnten ihren Vorsprung noch ausbauen, denn sie haben auch in Alaska und Mississippi Chancen auf einen Senatssitz. Dort liegen die republikanischen und demokratischen Kandidaten derzeit allerdings sehr eng beieinander.
Die Demokraten konnten unter anderem in North und South Carolina, Texas, Kansas, Ohio und Iowa Mandatswechsel verbuchen. Diese Staaten werden künftig durch demokratische Senatoren vertreten.
Historisch: Demokraten stürzen Republikaner-Texas
Besonders bemerkenswert ist der Erfolg in Texas: James Talarico gewann dort als erster Demokrat seit 1988 einen Senatssitz. Mit Blick auf US-Präsident Trump und Tech-Milliardär Elon Musk sagte der 37-jährige Wahlsieger, die Demokraten hätten gegen den reichsten Mann der Welt, den mächtigsten Mann der Welt und das gesamte Establishment von Washington D.C. gewonnen.

Bei der Gouverneurswahl setzte sich die 52-jährige Gina Hinojosa gegen den republikanischen Amtsinhaber Greg Abbott durch - sie wird damit die erste Latina an der Spitze des südlichen Bundesstaats. Menschen mit Wurzeln in Lateinamerika machen knapp 41 Prozent der Bevölkerung in Texas aus.
Trump gratuliert Demokraten zum Wahlsieg
Nach der eindeutigen Niederlage bei den Midterms in den USA hat Präsident Donald Trump den Demokraten zum Sieg gratuliert. "Nun, ich sage Folgendes: Herzlichen Glückwunsch an die Demokraten. Sie haben gute Arbeit geleistet", sagte Trump dem Sender Fox News. Die Demokraten hätten lange auf diesen Moment hingearbeitet.
Als persönliche Niederlage sah Trump die Schlappe bei den Midterms allerdings nicht an. "Ich stand nicht auf dem Wahlzettel", sagte er.
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