Die Föderalregierung kommt bei den Verhandlungen mit dem französischen Energiekonzern Engie über die Übernahme der belgischen Atomkraftwerke offenbar kaum voran.
Premierminister Bart De Wever (N-VA) bereitet deshalb einen Plan B vor, wie die Zeitungen “De Tijd” und “L’Echo” berichten.
Demnach liegen Gesetzestexte bereit, die eine Verstaatlichung der Kraftwerke ermöglichen würden. Die Regierung könnte damit die Übernahme einseitig durchsetzen und selbst festlegen, wie hoch die Entschädigung für Engie ausfallen soll. Zugleich könnte sie ihre Pläne zur Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke weiterverfolgen.
Die Übernahmeverhandlungen zwischen der Regierung und Engie laufen seit April. Dabei geht es auch um die milliardenschweren Kosten für den späteren Rückbau der Atomkraftwerke.
belga/jp