Der Brüsseler Prokurator des Königs, Julien Moinil, sieht mangelnde Glaubwürdigkeit der Justiz als einen Grund dafür, dass die Drogengewalt in der Hauptstadt weitergeht. Das sagte Moinil bei einer Anhörung im Justizausschuss der Kammer.
Die organisierte Kriminalität verfüge über enorme finanzielle Mittel. Dadurch seien die Risiken für die Täter möglicherweise geringer als die Konsequenzen, die ihnen durch die Justiz drohten. Nach Ansicht Moinils gelingt es den Anführern von Drogenbanden dank ihrer finanziellen Mittel und teurer Anwälte, schneller aus dem Gefängnis zu kommen als Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere.
Gleichzeitig verwies der Prokurator auf die Erfolge seiner Behörde: Im Zusammenhang mit Schießereien in Brüssel habe sie 120 Inhaftierungen erreicht. Zudem seien 15 Minderjährige identifiziert und in spezielle Jugendeinrichtungen eingewiesen worden. Die meisten Schießereien, insbesondere jene mit Toten und Verletzten, seien aufgeklärt worden.
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belga/mh