Premierminister Bart De Wever hat einen neuen Vorschlag für die Haushaltsverhandlungen vorgelegt. Er hat den Regierungsparteien ein überarbeitetes Papier und neue Haushaltszahlen übermittelt.
Am Sonntagabend kommen die Spitzenminister ab 18 Uhr erneut zusammen. Sie suchen nach Einsparungen und zusätzlichen Einnahmen in Höhe von zehn Milliarden Euro für die kommenden Jahre. Nach Angaben aus Verhandlungskreisen könnten die Gespräche ab Sonntagabend intensiver werden.
Alt-Premierminister Yves Leterme ruft die Föderalregierung dazu auf, sich schnell auf einen Haushalt zu einigen. Er sieht vor allem die Gefahr, dass die Finanzmärkte das Vertrauen in Belgien verlieren. Das sagte Leterme in der Fernsehsendung "De Zevende Dag".
Investoren würden Länder mit hohen Schulden und großen Haushaltsdefiziten besonders kritisch beobachten. Dazu gehörten Belgien und Frankreich. Leterme befürchtet, dass Spekulanten Belgien ins Visier nehmen könnten. Weil Frankreich für Spekulanten möglicherweise zu groß sei, könnten sie Belgien als weichere Alternative sehen.
Die Gefahr für Belgien sei real und müsse sehr ernst genommen werden. Eine solche Entwicklung könne sehr schnell gehen, so Leterme.
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