Belgien rufe Russland dazu auf, die Entscheidung zurückzunehmen, teilte Prévot noch Freitagabend mit. Ontex in Russland unter Zwangsverwaltung zu stellen sei ein willkürlicher Schritt, der ohne belastbare Rechtfertigung erfolgt sei.
Ontex betreibt in Russland eine Fabrik im Großraum Moskau mit rund 350 Mitarbeitern. Neben Ontex hat Russland am Freitag auch die Filialen eines jeweils deutschen, schwedischen und niederländischen Unternehmens unter Zwangsverwaltung gestellt.
Als Begründung führt der Kreml an, dass die Unternehmen feindlich gesinnten Ländern gehören, die dabei seien, illegal auf Vermögenswerte russischer Unternehmen zuzugreifen.
Damit spielt der Kreml auf die wiederaufgeflammte Diskussion bei der EU an, die eingefrorenen russischen Vermögenswerte, unter anderem bei Euroclear in Brüssel, für die Unterstützung der Ukraine zu verwenden.
Darüber hatten die Teilnehmer des EU-Gipfels am Freitag gesprochen. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilt die Entscheidung Moskaus ebenfalls scharf und kündigte Konsequenzen an.
Kay Wagner