Der Brüsseler Generalstaatsanwalt Frédéric Van Leeuw hat die geplante Ernennung eines regionalen Drogenkommissars scharf kritisiert. In einem Interview mit dem lokalen Sender BX1 bezeichnete er die zusätzliche Stelle als überflüssig.
Es sei nicht sinnvoll, auf regionaler Ebene eine neue Struktur aufzubauen, obwohl es mit dem nationalen Drogenkommissariat bereits eine entsprechende Einrichtung gebe. Das Geld solle stattdessen in mehr Personal für die überlastete Brüsseler Staatsanwaltschaft fließen.
Brüssels Ministerpräsident Boris Dilliès (MR) verteidigt das Vorhaben. Eine bessere Koordination sei notwendig, um den Drogenhandel wirksamer zu bekämpfen. Das Auswahlverfahren für die neue Stelle läuft bereits. Der Amtsantritt ist noch für diesen Herbst vorgesehen. Die nationale Drogenbeauftragte ist seit 2023 Ine Van Wymersch.
belga/jp