Nach den Krawallen bei der Gewerkschaftsdemo in Brüssel sind 21 Menschen gerichtlich festgenommen worden. 17 von ihnen sind minderjährig. Das teilt die Brüsseler Staatsanwaltschaft mit.
Den Verdächtigen werden unter anderem Brandstiftung, Vandalismus, Waffenbesitz, Bedrohung und bewaffneter Widerstand vorgeworfen. Sie sollen noch Samstag verhört werden. Danach entscheidet die Staatsanwaltschaft über die weiteren Schritte. Sie setzt am Samstag drei zusätzliche Staatsanwälte ein.
Die Behörde kündigte an, streng gegen die Täter vorzugehen. Das Recht auf friedlichen Protest bleibe aber ein Grundrecht. Hunderte schwarz gekleidete Jugendliche hatten schon vor Beginn der Gewerkschaftsdemo in der Innenstadt randaliert. Vier Busse, mehrere Autos und viele E-Scooter wurden beschädigt oder angezündet. Die Schadenssumme steht noch nicht fest. Brüssels Bürgermeister Philippe Close forderte, dass die Täter für die Schäden zahlen.
Die Demonstration selbst verlief laut Polizei ruhig. Etwa 30.000 Menschen nahmen teil.
belga/vk