Am Rande der nationalen Demonstration in Brüssel ist es zu Spannungen gekommen. Die Polizei setzte gegen Randalierer Wasserwerfer und Tränengas ein. Reporter vor Ort sprechen von einer angesapnnten Lage.
Gegen 10.30 Uhr hatten sich in der Nähe des Brüsseler Zentralbahnhofs neben den Demonstranten mehrere hundert Jugendliche versammelt. Ein Teil von ihnen war schwarz gekleidet und trug Mundschutz.
Die Stimmung sei nach und nach aggressiver geworden, teilte die Brüsseler Polizei mit. Es habe schwere Störungen der öffentlichen Ordnung gegeben. Die Radalierer schleuderten Steine und zündeten Feuerwerkskörper. E-Scooter brannten.
Die Beamten seien gezielt gegen die Unruhestifter vorgegangen, um die Sicherheit von Bürgern, Demonstranten und Rettungskräften zu gewährleisten. Die Randalierer haben laut Polizei nichts mit der Gewerkschaftsdemonstration zu tun. Die Protestkundgebungen der beiden großen Gewerkschaftsverbände verliefen bislang ohne nennenswerte Zwischenfälle.
Vor dem Hintergeund der laufenden Haushaltsberatungen haben FGTB und CSC ihre Mitglieder am Freitag zu einem nationalen Aktionstag gegen die Sparpolitik der Föderalregierung aufgerufen. Premierminister Bart De Wever und seine Minister müssen zehn Milliarden Euro aufbringen, um das Staatsdefizit wieder auf Kurs zu bringen.
Die Gewerkschaften befürchten, dass die erforderlichen Sparzwänge im Staatshaushalt vor allem zu Lasten der Beschäftigten, der Rentner, der Arbeitslosen und Kranken gehen. Führende Gewerkschaftsvertreter erklärten, man habe alternative Sparvorschläge ausgearbeitet, unter anderem durch die Schließung von Steuerschlupflöchern und eine stärkere Besteuerung großer Vermögen.
vrt/vk