Vizepremier Frank Vandenbroucke will härter gegen Managementgesellschaften vorgehen. Der Vooruit-Politiker sagte am Dienstag bei der Eröffnungsvorlesung an der Universität Gent, Missbrauch des Sozialstaats müsse auch an der Spitze der Gesellschaft bekämpft werden.
Managementgesellschaften seien im Grunde ein gutes System, weil sie unternehmerisches Risiko ermöglichten. Problematisch werde es, wenn Scheinselbstständige damit Steuern und Sozialbeiträge sparten. Auch Firmenchefs, die etwa ein Poolhaus absetzten, untergrüben den Sozialstaat.
Laut dem Studiendienst von Vooruit kostet das die Staatskasse jedes Jahr mindestens 4,2 Milliarden Euro. Offizielle Zahlen gibt es nicht. Vandenbroucke betonte, er könne nicht in einer Regierung arbeiten, die auf den Schwächsten herumtrete.
Die Föderalregierung sucht zehn Milliarden Euro, um den Haushalt in die Spur zu bringen.
belga/vk