Stefanie aus Remscheid weiß genau, warum auf dem Vorplatz von Autoworld so viele alte Autos stehen und Menschen sie bestaunen. "Hier werden 40 Jahre Autoworld gefeiert!", sagt sie zu Recht. Zusammen mit Partner David habe sie sich vor ihrer Fahrt nach Brüssel gut über die Feier von des Museums informiert. Die beiden sind Oldtimer-Fans.
Mit so viel Wissen über die Feier und das Museum sind allerdings nicht alle Besucher hier. "Es ist ein reiner Zufall, dass wir hier auf der Ausstellung sind", erzählt Uwe aus Mühlheim an der Ruhr. "Wir sind am Freitag nach Brüssel gefahren, hatten ein verlängertes Wochenende geplant, haben den schönen Triumphbogen gesehen und uns gesagt: 'Den sollten wir uns anschauen.' So sind wir hier gelandet."
"Ganz zufällig haben wir das Tor hier gesehen", berichten auch Patrizia und Jaroslaw aus der Nähe von Bielefeld. Dann hätten sie sich spontan entschieden, dorthin zu gehen - und seien dann auf die Autos gestoßen.
Gezielt den Jubelpark besuchen wollte an diesem Sonntag Tim aus Hattingen mit seinen Eltern. Sie sind für ein Wochenende als Touristen in Brüssel. Beim Triumphbogen hätten sie die Autos entdeckt. "Weil ich ein Auto-Fan bin, sind wir dann hier geblieben, und ich finde das mega, hier so viele und schöne Autos zu sehen", freut sich der Jugendliche.
"Super cool!", findet das ganze Ambiente Tim aus Aachen. Mit seiner Partnerin Judith hätten sie sich beide am Samstag spontan zum Ausflug nach Brüssel entschieden, nachdem sie zuvor aber noch Recherchen im Internet über den Auto-Tag in Brüssel gemacht hätten.
Favoriten unter den ausgestellten Autos sind bei gleich mehreren Besuchern die alten Porsches. "Aber auch die alten VW-Busse am Anfang sind interessant", sagt Tim. "Die Supra da vorne, die sieht man doch eher selten", freut sich David, das Kult-Auto von Toyota von Ende der 1990er Jahre entdeckt zu haben. "Die Corvette hier hat es mir angetan", erzählt Jaroslaw. Als Kind habe er das Modell als Spielzeugauto gehabt. Jetzt entdeckt er es als richtiges Auto im Jubelpark wieder.
In das Museum werden wohl nicht alle Besucher des Old- und Youngtimer-Treffens gehen, die um die Mittagszeit nahe des Triumphbogens zwischen den Autos herumspazieren. "Ich war eben schon mal drin", sagt allerdings Dirk, der Vater von Tim aus Hattingen. Und er sei überrascht gewesen, wie sorgfältig dort viel über die Geschichte des Automobils vermittelt werde. Gewusst habe er nicht, dass es Autoworld überhaupt gibt.
"Ja, das Museum… wir dachten ja, das sei das eigentliche Highlight", sagt Stefanie. "Aber jetzt haben wir eben schon gesagt, warum sollen wir überhaupt da reingehen, hier ist doch schon…", ergänzt lachend Partner David, bevor Stefanie wieder übernimmt: "Das hier lässt sich kaum noch steigern. Aber nein: In das Museum werden wir gleich natürlich auch noch gehen. Und wir werden nächstes Jahr wiederkommen, es gibt ja mehrere Veranstaltungen hier."
Womit sie nicht nur natürlich Recht hat, und nicht nur bezogen auf Autoworld. Schon ab dem kommenden Mittwoch und mit Höhepunkt am Wochenende wartet ein weiterer Leckerbissen für Autofans in Knokke. Dann findet wieder der jährliche Zoute Grand Prix statt, bei dem Luxusautos und Sportflitzer im Zentrum des Interesses stehen.
Kay Wagner



