In Brüssel ist erneut ein palästinensischer Hungerstreikender ins Krankenhaus gebracht worden. Der Mann nimmt an einer Aktion in der Beginenhofkirche teil.
Zuvor hatte ein weiterer Teilnehmer den Hungerstreik auf dringenden ärztlichen Rat abbrechen müssen. Ein anderer war wegen gesundheitlicher Probleme mehrfach im Krankenhaus, setzte die Aktion nach seiner Entlassung aber fort.
Asyl- und Migrationsministerin Anneleen Van Bossuyt von der N-VA hatte zuvor ihr Mitgefühl für die Betroffenen ausgedrückt. Gleichzeitig betonte sie, Hungerstreiks könnten kein Mittel sein, um Behörden zu bestimmten Entscheidungen zu zwingen.
Der Menschenrechtsanwalt Benoit Dhondt kritisierte diese Haltung scharf. Er wirft der Ministerin vor, die Situation der Familien im Gazastreifen für politischen Druck auf andere Parteien zu nutzen. Trotz gültiger Visa hat die Regierung seit Ende 2025 keine Angehörigen mehr aus Gaza nach Belgien geholt.
belga/vrt/mh