Im Verfahren gegen die ehemalige Abgeordnete im flämischen Parlament, Sihame El Kaouakibi, hat die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von 30 Monaten auf Bewährung für die Angeklagte beantragt.
Es handele sich um schwerwiegende Taten, die von einer Person begangen wurden, die im Rahmen eines sozialen Projekts eine Vorbildfunktion innehatte, hieß es zur Begründung.
Für die zweite Angeklagte, die Partnerin El Kaouakibis, wurde eine Freiheitsstrafe von 24 Monaten beantragt, ebenfalls auf Bewährung. Darüber hinaus beantragte der Staatsanwalt gegen El Kaouakibi eine Geldstrafe in Höhe von 24.000 Euro.
Nach einer internen Prüfung kam Anfang 2021 ein Fördermittelskandal um Sihame El Kaouakibi ans Licht. Die damalige Politikerin der Open VLD soll gefälschte Rechnungen oder Verträge verwendet haben, um Fördermittel für ihr Antwerpener Jugendprojekt "Let's Go Urban" zu beantragen. Die erhaltenen Gelder soll sie anschließend an ihre anderen Unternehmen weitergeleitet und unter anderem für private Zwecke verwendet haben.
belga/rop