Ein Brüsseler Regionalabgeordneter soll sich beim Prokurator des Königs, Julien Moinil, danach erkundigt haben, ob dieser dafür sorgen könne, einen Bekannten des Abgeordneten aus dem Gefängnis zu entlassen. Das hat Moinil bereits vor einer Woche bei einer öffentlichen Veranstaltung in Woluwé-Saint-Lambert geäußert.
Die Aussage des Prokurators sorgt jetzt auf politischer Ebene für Wirbel. Die Identität des Abgeordneten gab Moinil nicht preis.
"Ich glaube, die Brüsseler Abgeordneten sind enttäuscht, schockiert und bewegt", sagte der Brüsseler Parlamentspräsident Bertin Mampaka. Man zweifele nicht an der Aussage des Prokurators. "Wir sind nicht stolz darauf, dass einer von uns so etwas gemacht hat. Ich glaube, die Abgeordneten fordern eine Maßnahme, um das Erscheinungsbild des Brüsseler Regionalparlaments wieder zu verbessern", sagte er.
Für Dienstag hat Mampaka ein Treffen der Fraktionsvorsitzenden anberaumt. Dort soll die Frage erörtert werden, ob der Ethikausschuss des Brüsseler Regionalparlaments zusammentreten soll. Vorsitzender des Ausschusses ist Moinil.
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