Der stundenlange Verhandlungsmarathon hat offensichtlich seinen Tribut gefordert. Das ganze Wochenende lang hatte die flämische Regierung über ihrem Haushalt gebrütet. Die entscheidende Nachtsitzung ging am Montagmorgen dann noch in die Verlängerung.
Gegen Mittag legte Ministerpräsident Diependaele sein letztes Angebot vor. Und bei der Prüfung dieses Entwurfs klagten dann gleich zwei Verhandlungsteilnehmer über gesundheitliche Beschwerden, nämlich die CD&V-Ministerin Hilde Crevits und auch ein Kabinettschef der Regierungspartei Vooruit, der musste sogar ins Krankenhaus gebracht werden.
Daraufhin habe man die Verhandlungen ausgesetzt. Politische Gründe habe es dafür nicht gegeben, man sei definitiv auf der Zielgeraden gewesen, betonte Diependaele am Nachmittag im flämischen Parlament.
Die Opposition übte scharfe Kritik: Diependaele habe die falsche Arbeitsmethode gewählt, hieß es. Insbesondere der rechtsextreme Vlaams Belang warf der Regierung vor, die medizinischen Vorfälle vorgeschoben zu haben, um von ihrem Scheitern abzulenken.
Diependaele wies diese Darstellung entschieden zurück. Seine Regierungserklärung soll er jetzt an diesem Mittwoch halten.
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Roger Pint