Das ganze Wochenende über haben die Vertreter der drei flämischen Regierungsparteien durch verhandelt. Sonntagabend bogen N-VA, CD&V und Vooruit dann auf die Zielgerade ein.
Doch war da längst der Wurm drin. Beobachter sprachen von einem "Hauch von Krise". Gestritten wurde noch über zentrale Bereiche wie das Bildungswesen, die Gesundheitspolitik und die Steuern.
Um kurz nach Mitternacht kam die Regierungsspitze zu der wohl entscheidenden Verhandlungsrunde zusammen. Die Gespräche wurden allerdings gegen 3 Uhr wieder unterbrochen. Für eine "kurze Pause", wie es zunächst hieß. Die dauerte am Ende aber doch zwei Stunden.
Ministerpräsident Matthias Diependaele und der N-VA-Haushaltsminister Ben Weyts sollten den Koalitionspartnern offenbar eine neue Budgettabelle vorgelegen. Die ließ aber auf sich warten.
Gegen 5 Uhr kamen die Minister dann aber doch wieder zusammen, um die letzten Knackpunkte auszuräumen. Bis 11 Uhr müsste eigentlich ein Abkommen vorliegen, wenn Ministerpräsident Diependaele wie geplant um 14 Uhr seine Regierungserklärung vor dem flämischen Parlament halten will.
Roger Pint