Tesla-PKW, die zum autonomen Fahren genutzt werden, überschreiten in 30er-Zonen mitunter die Höchstgeschwindigkeit und entscheiden selbstständig, Radfahrer zu überholen. Das geht aus einer Untersuchung der Brüsseler Verkehrsvereinigung Johanna hervor.
Das Selbstfahrsystem verhalte sich anderen Verkehrsteilnehmern gegenüber aber rücksichtsvoll und sei vorsichtig. Doch das System weise nach wie vor Fehler auf, sagte Geert Van Waeg von der Brüsseler Verkehrsvereinigung in der VRT. "Das System fährt viel zu oft zu schnell in Gebieten, in denen man nur 20 oder 30 Kilometer pro Stunde fahren darf. Und es liefert dem Fahrer auch falsche Informationen. Das täuscht den Fahrer, sodass er zunächst zu schnell fährt."
Johanna fordert die flämische Verkehrsministerin Annick De Ridder auf, die Untersuchung ernst zu nehmen. Die Zulassung sollte vorläufig widerrufen werden, so Van Waeg. Die Untersuchung wurde im Juli 2026 mit einem Tesla Model 3 durchgeführt. Dabei wurden in Brüssel, Wemmel, Winksele und Zaventem rund 400 Kilometer zurückgelegt und per Kamera aufgezeichnet.
Aus Daten, die Ministerin de Ridder selbst bei Tesla angefordert hat, geht hervor, dass das Unfallgefahr mit selbstfahrenden Teslas außerhalb der Autobahn fast zehnmal geringer ist als beim herkömmlichen Fahren.
vrt/moko