Bei Bauarbeiten in Koolkerke, einer Teilgemeinde von Brügge, haben Archäologen überraschend eine bedeutende römische Siedlung entdeckt. Gefunden wurde sie beim Bau eines Regenrückhaltebeckens.
Die Anlage dürfte etwa aus dem Jahr 200 nach Christus stammen. Sie befand sich damals nahe der Küste und war offenbar immer wieder von Sturmfluten bedroht. Möglicherweise wurde dort Salz gewonnen.
Die Funde belegen eine dauerhafte Besiedlung. Dazu gehören fünf Brunnen, Keramik, Amphoren, bronzene Fibeln und Münzen aus der Regierungszeit von Kaiser Hadrian. Auch hochwertige römische Keramik wurde entdeckt. Einige Fundstücke stammen aus dem heutigen Frankreich und aus dem Raum Trier.
belga/mh