Für die Staatsanwaltschaft wird das Geständnis der Angeklagten den ersten Prozesstag gerettet haben. Der hatte schon schlecht begonnen. Erst mit zwei Stunden Verzögerung konnte die Anhörung beginnen, weil ein Großteil der Angeklagten zunächst in ein falsches Gebäude gebracht worden war.
Insgesamt sind 46 Personen angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, als organisierte Bande zwischen 2022 und 2025 Drogen im Wert von 6,2 Millionen Euro im Brüsseler Afrikaviertel Matonge verkauft zu haben.
Ein Vorwurf, den die Angeklagten am Dienstag zurückwiesen. Die meisten von ihnen gaben an, nicht zu wissen, warum sie überhaupt vor Gericht stehen würden. Drogen hätten sie privat konsumiert, aber nicht verkauft und schon gar nicht in einer organisierten Vereinigung.
Das Geständnis der angeklagten Frau am Nachmittag stellt die Wahrhaftigkeit dieser Aussagen allerdings in Frage. Sie hatte zugegeben, Vermittlerin für den Verkauf von Cannabis und Kokain in Matonge gewesen zu sein.
Der Prozess ist auf neun Verhandlungstage angesetzt. Am Mittwoch soll die Anhörung der Angeklagten weitergehen.
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Kay Wagner