In der Wallonischen Region werden Verstöße gegen die öffentliche Sauberkeit seit Montag schneller geahndet. Das gilt zum Beispiel für weggeworfene Zigaretten, Dosen oder Hundekot. Die Strafen bleiben unverändert. Sie liegen je nach Verstoß zwischen 100 und 300 Euro. Neu ist aber, dass die entsprechenden Protokolle nicht mehr durch die Staatsanwaltschaft bearbeitet werden müssen.
Seit Montag werden die Verstöße "deklassiert". Das bedeutet, dass die Feststellungsbeamten der Gemeinden die Verstöße direkt ahnden können. Außerdem können sie eine sofortige Zahlung vorschlagen. Diese Sofortzahlung muss allerdings vom Verursacher akzeptiert werden. Durch die Reform sollen die Justizbehörden entlastet werden und die Verfahren schneller zum Abschluss kommen.
meuse/ake