In Lüttich haben am Donnerstag die Lehrkräfte im frankophonen Unterrichtswesen gegen die Sparpläne der Französischen Gemeinschaft. Zu der Kundgebung mit Teilnehmern aus allen Provinzen der Wallonie sowie aus Brüssel hatten die Gewerkschaften gemeinsam aufgerufen.
Die Organisatoren sprechen von 13.000 Teilnehmern, die Polizei hatte ihre Zahl am Vormittag mit 5.000 angegeben.
Ihre Wut über die Sparmaßnahmen der Französischen Gemeinschaft hat sich im Sommer nicht gelegt. Die Lehrkräfte kritisieren unter anderem eine steigende Arbeitsbelastung an den Sekundarschulen, den Abbau von rund 1.300 Stellen und die Streichung von Zuschüssen für Mahlzeiten und Schulmaterial.
Die Gewerkschaften schätzen, dass durch die Sparmaßnahmen im Unterrichtswesen der Französischen Gemeinschaft bis zu 2.000 Arbeitsplätze verloren gehen. Außerdem lehnen sie die Anhebung der Studiengebühr (Minerval) an den Hochschulen und Universitäten auf 1.200 Euro ab.
rtbf/jp