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Zinsniveau so hoch wie seit 14 Jahren nicht mehr

10.09.202607:04
  • Föderalregierung
Sparschwein (Illustrationsbild)
Illustrationsbild: © Obeyleesin/PantherMedia

Das Zinsniveau in Belgien ist zurzeit so hoch wie seit 14 Jahren nicht mehr. Für zehnjährige Anleihen muss seit Mittwoch ein Zinssatz von vier Prozent gezahlt werden. Für die Sparpläne der Föderalregierung ist das eine schlechte Nachricht.

Vier Prozent Zinsen auf zehnjährige Anleihen - das gab es zuletzt 2012. Das Zinsniveau auf solche zehnjährigen Anleihen gilt als richtungsweisend für das allgemeine Zinsniveau.

Sparer können sich mittelfristig deshalb auf höhere Zinsen auf ihre Spareinlagen einstellen. Für sie ist das relativ hohe Zinsniveau eine gute Nachricht.

Eine schlechte Nachricht ist es allerdings für Menschen, die einen Kredit aufnehmen wollen oder mit einem variablen Zinssatz abbezahlen müssen. Kredite werden bei hohen Zinsen nämlich teurer.

Deshalb ist das hohe Zinsniveau auch eine schlechte Nachricht für die Föderalregierung. Auch sie muss für ihre Kredite jetzt deutlich mehr Geld zahlen. Der Erfolg der Sparmaßnahmen, um die die Regierung ja zurzeit so heftig ringt, wird dadurch kleiner ausfallen, als erhofft.

Belgien steht mit dem hohen Zinsniveau nicht allein da. Zwar liegt der Referenzkurs aus Deutschland mit 3,42 Prozent noch deutlich unter dem belgischen Niveau. In Frankreich allerdings sind schon 4,3 Prozent erreicht, in Großbritannien sogar 5,2 Prozent.

Kay Wagner

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