In den Gefängnissen läuft ein fünftägiger Streik. Laut Gewerkschaften streiken rund 80 Prozent des Personals. Die Gouverneure mussten landesweit etwa 70 Beschäftigte zwangsverpflichten. In einem Gefängnis half zusätzlich die Polizei aus.
Die Gewerkschaften kritisieren Überbelegung, Personalmangel und Sicherheitsmängel. Justizministerin Verlinden betont, die Regierung investiere trotz Sparzwang ins Gefängniswesen. Eine schnelle Lösung für jahrzehntelange Probleme gebe es aber nicht.
Sie verweist auf ein neues Sektorenabkommen sowie Maßnahmen ab Oktober. Langfristig sollen unter anderem zusätzliche Kapazitäten Abhilfe schaffen.
Vergangene Gespräche seien konstruktiv verlaufen, hätten aber zu keiner Einigung geführt. Man wolle den Dialog aber offen halten, so die Ministerin.
belga/vk