Zu Inhalt wechseln
  • BRF Nachrichten
  • BRF1
  • BRF2
  • Mediathek
  • Unternehmen
  • BRF1 Livestream
  • BRF2 Livestream
  • BRF Podcast
  • Wetter
  • Verkehr
  • iconfacebook-1
  • iconyoutube-1
  • instagram
  • linkedin2
BRF Nachrichten
  • Home
  • Regional
    • Alle Gemeinden
    • Amel
    • Büllingen
    • Burg-Reuland
    • Bütgenbach
    • Eupen
    • Kelmis
    • Lontzen
    • Raeren
    • St. Vith
  • National
  • International
  • Sport
    • Fußballergebnisse
  • Meinung
    • Kommentar
    • Presseschau
  • Kultur
    • Bücher
    • Kino
    • Kunst
    • Medien
    • Musik
-

Nach Tod einer 14-Jährigen: MyGov soll gegen Cybermobbing helfen

03.09.202612:30
  • Föderalregierung
Vanessa Matz in der Kammer im März
Vanessa Matz in der Kammer (Archivbild: Eric Lalmand/Belga)

Nach dem Tod eines 14-jährigen Mädchens aus Flémalle bei Lüttich will die föderale Digitalministerin Vanessa Matz stärker gegen Cybermobbing vorgehen. So soll die App MyGov als digitale Speicherort für Beweise genutzt werden. Personen, die von Cybermobbing betroffen sind, könnten dort Screenshots und IP-Adressen sichern.

Mobbing kann für Opfer und Angehörige ein unglaublicher Leidensweg sein. Das war schon immer so, aber die technischen Möglichkeiten des Internets und die Dynamik der Sozialen Netzwerke haben die Qualen der Opfer und die Möglichkeiten für Täter vervielfältigt, was auch immer wieder zu furchtbaren Tragödien führt.

In Flémalle in der Provinz Lüttich hat sich erst letzte Woche wieder eine Jugendliche nach Cybermobbing das Leben genommen. Die föderale Digitalministerin Vanessa Matz (Les Engagés) will nun mit neuen Werkzeugen Opfern und ihrem Umfeld besser helfen.

Es gibt schon diverse Mechanismen und Prozeduren, um Opfern von Mobbing und Cybermobbing zu helfen. Schließlich reden wir hier ja nicht über ein neues oder seltenes Phänomen. Ganz im Gegenteil: Europaweit geben zehn Prozent aller Jugendlichen an, schon Opfer von Cybermobbing geworden zu sein, von Anfeindungen, Erniedrigungen, Hetzkampagnen oder ähnlichen Angriffen über das Internet oder die Sozialen Medien.

Allein in Belgien sind im letzten Jahr zehntausend Fälle von Cybermobbing bei der Polizei angezeigt worden. Und jedes Jahr werden es mehr. So erschreckend diese Zahlen sind, sie sind nur die Spitze des Eisbergs.

Entsprechend ist es auch ein Thema, das in der gesellschaftlichen Debatte präsent ist. Es gibt diverse Initiativen, um das Problem zu bekämpfen, sei es nun in der Schule, durch sektor-spezifische Mechanismen oder durch spezialisierte Abteilungen und Beamte bei der Polizei.

Digitalministerin Vanessa Matz will auch nicht einfach nur eine zusätzliche föderale Ebene einziehen, wie sie im Interview mit der RTBF betont. Was sie will, ist eine Koordinierung der Maßnahmen gegen Cybermobbing aller Ebenen, um die Schlagkraft deutlich zu erhöhen, und das Ganze dann bei Bedarf noch durch zusätzliche föderale Maßnahmen zu komplettieren.

Wenn jemand Opfer oder Zeuge von Cybermobbing, wüssten die Betroffenen oft gar nicht, an wen sie sich wenden könnten, unterstreicht Matz, obwohl es doch Hilfsangebote gebe. Erster Punkt ihres neuen, interföderalen Plans ist denn auch die Schaffung einer leicht zugänglichen, zentralen Anlaufstelle über die staatliche App MyGov.be, die viele Menschen bereits nutzen. Hier sollen Opfer, Angehörige, Freunde, Zeugen... anfangen, und von hier aus sollen sie dann zu den Diensten weitergeleitet werden, die in ihrer jeweiligen Situation am besten helfen können.

Aber damit nicht genug: Die Ministerin will MyGov.be außerdem auch als "digitalen Safe" nutzen, denn die App ist aus offensichtlichen Gründen stark gesichert. Und das macht sie nach Ansicht von Matz geeignet, um Beweise zu sammeln und zu sichern, also zum Beispiel Screenshots, gespeicherte Nachrichten, Namen, Nummern, IP-Adressen. Das könne helfen, Vorwürfe zu belegen und gegen Täter vorzugehen.

Neben den direkten Mobbern gibt es auch gewissen- und skrupellose Menschen, die erniedrigende Inhalte teilen und kommentieren. Deswegen reiche eine Bestrafung direkter Täter auch nicht, die Inhalte selbst müssten schnellstmöglich und so umfassend wie möglich aus dem Netz entfernt werden, so Matz. Sie will auch in dieser Hinsicht den Druck auf die Verantwortlichen erhöhen. Bei sogenanntem "Revenge porn", also aus Rache oder anderen niederen Beweggründen verbreiteten intimen Aufnahmen, existierten solche Mechanismen ja bereits.

Dort könne gerichtlich erzwungen werden, dass nicht nur die Täter Material unmittelbar entfernten, sondern auch Plattformen und selbst Internetbetreiber. So etwas müsse es auch bei Cybermobbing geben.

In diesem Kontext plädiert die Ministerin auch erneut für ein Verbot anonymer Accounts in den Sozialen Medien und dafür, dass sich Nutzer in Belgien künftig etwa über itsme bei einer Plattform anmelden und identifizieren müssen, um sie nutzen zu können.

Das schränke das Recht auf Meinungsfreiheit nicht ein, schließlich könnten Nutzer weiter Pseudonyme nutzen. Aber im Fall von Missbrauch könnten sich Täter nicht mehr hinter anonymen Accounts verstecken, und das mache auch weitere Formen der Bestrafung möglich, etwa ein Verbot, Soziale Medien zu nutzen, wenn sich jemand des Cybermobbings schuldig gemacht habe.

Boris Schmidt

Nach oben
  • Home
  • Regional
  • National
  • International
  • Sport
  • Meinung
  • Kultur

Neuigkeiten zum BRF als Newsletter

Jetzt anmelden
Sie haben noch Fragen oder Anmerkungen?
Kontaktieren Sie uns!
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Kontakt
  • Barrierefreiheit
  • Cookie-Zustimmung anpassen

Design, Konzept & Programmierung: Pixelbar & Pavonet

Cookie Hinweis

Wir nutzen Cookies, um die Funktion der Webseite zu gewährleisten (essentielle Cookies). Darüber hinaus nutzen wir Cookies, mit denen wir User-Verhalten messen können. Diese Daten teilen wir mit Dritten. Dafür brauchen wir Ihre Zustimmung. Welche Cookies genau genutzt werden, erfahren Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Nur essentielle Cookies zulassen Alle Cookies zulassen
  • BRF1
  • BRF2
  • Mediathek
  • Unternehmen
  • Home
  • Regional
    • Alle Gemeinden
    • Amel
    • Büllingen
    • Burg-Reuland
    • Bütgenbach
    • Eupen
    • Kelmis
    • Lontzen
    • Raeren
    • St. Vith
  • National
  • International
  • Sport
    • Fußballergebnisse
  • Meinung
    • Kommentar
    • Presseschau
  • Kultur
    • Bücher
    • Kino
    • Kunst
    • Medien
    • Musik
  • Wetter
  • Verkehr
  • iconfacebook-1
  • iconyoutube-1
  • instagram
  • linkedin2
  • BRF1 Livestream
  • BRF2 Livestream
  • BRF Podcast
Podcast
-