Anhaltende Hitzewellen und Dürren erhöhen das Risiko von Böschungsbränden entlang von Bahnstrecken massiv. Wie der belgische Schienennetzbetreiber Infrabel mitteilt, haben Züge in diesem Jahr bereits 19 Mal kleine Brände ausgelöst. Damit liegt die Zahl der Vorfälle deutlich über den Vorjahren. Im regenärmeren Vergleichszeitraum 2024 verzeichnete Infrabel lediglich zwei solcher Einsätze.
Hauptursache für die Feuer sind nach Angaben des Betreibers meist festsitzende und heißgelaufene Bremsen, insbesondere bei Güterzügen. Durch die starke Reibung entstehen enorme Temperaturen, wodurch glühende Funken in die staubtrockenen Böschungen neben den Gleisen geraten. Die dadurch ausgelösten Feuer führten im laufenden Jahr bereits zu insgesamt rund 100 Stunden Verspätung im Bahnverkehr.
Um das Risiko bei anhaltender Trockenheit zu minimieren, setzt Infrabel auf technische Detektoren und Kamerakontrollen von Verdachtsfällen. Zudem wird der spezielle Schleifzug zur Schieneninstandhaltung in Sommermonaten bei extremen Wetterbedingungen vorübergehend komplett aus dem Betrieb genommen.
De Morgen/mz