Nach 42 Jahren ist die Renovierung der Fassade des Brüsseler Justizpalastses abgeschlossen. Alle Gerüste sind abgebaut. Am Donnerstagmorgen hat die Gebäudeverwaltung das restaurierte Gebäude offiziell eingeweiht.
Die Vorderseite des 140 Jahre alten Gebäudes wurde seit August 2023 umfassend restauriert. Auf einer Fläche von 22.750 Quadratmetern - das entspricht fast fünf Fußballfeldern - wurden Natursteine und dekorative Elemente einzeln gereinigt und überarbeitet. Zum Einsatz kamen dabei auch identische Steinblöcke aus den ursprünglichen Steinbrüchen, darunter Comblanchien aus dem französischen Burgund.
Erneuert wurden außerdem die Fugen der Fassade sowie insgesamt 140 Holzfenster und 60 Türen. Auch die Säulenhalle, der Ehrenhof und zahlreiche Statuen wurden restauriert, darunter Darstellungen von Cicero und Demosthenes.
Einige abschließende Arbeiten stehen noch aus. Ab September soll der Haupteingang wieder geöffnet werden. Damit endet die erste Phase der Restaurierung. Bis 2035 sollen auch die übrigen Fassaden des Justizpalasts vollständig erneuert sein.
Ab dem kommenden Jahr werden zudem die Fassaden des Sockels der Kuppel instandgesetzt. Ziel der gesamten Restaurierung ist es, dem Brüsseler Wahrzeichen seinen historischen Glanz zurückzugeben.
belga/vrt/jp