Eine Katastrophe mit Ansage sei das gewesen, kritisierte allen voran die PS. "Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Wallonie von einem Naturbrand größeren Ausmaßes getroffen wurde. Doch wie auch bei der Hitzewelle hat die Regierung es vorgezogen, den Kopf in den Sand zu stecken", wetterte sinngemäß die PS-Fraktionsvorsitzende Christy Morreale.
Der Ecolo-Fraktionsvorsitzende Stéphane Hazée sah das genauso. Schließlich habe diese Regionalregierung konsequent die Klimapolitik zurückgefahren. Für die marxistische PTB kommt hinzu, dass die Koalition dem Öffentlichen Dienst eine Rosskur auferlegt hat, also auch den Diensten, deren Arbeit jetzt hervorgehoben wird.
Ministerpräsident Dolimont wollte das nicht so stehen lassen. Natürlich habe die Region die Brandgefahr ernst genommen. Die entsprechende Warnstufe sei vier Tage vor dem Brand noch hochgesetzt worden.
Für eine abschließende Bilanz sei es eigentlich noch zu früh, denn nach wie vor seien rund 100 Einsatzkräfte vor Ort, um das Feuer in Schach zu halten. Aber ja, man werde die Katastrophe natürlich zu gegebener Zeit aufarbeiten.
Eine Polemik durch den Rückspiegel sei da aber wenig sinnvoll. Vielmehr müsse man in aller Konsequenz die Lehren aus dem Vennbrand ziehen.
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Roger Pint